Col.lit.ive begrüßt gemeinsam mit dem Portugiesisch-Brasilianischen Institut der Universität zu Köln und dem Koordinierungskreis Mosambik die mosambikanische Feministin Brenda Campos und den Filmemacher David Simon Groß zu einer Vorführung ihres Kurzfilms Töchter der Freiheit (Filhas da Liberdade) mit anschließender Diskussion im Allerweltshaus.
Was bedeutet Freiheit – 50 Jahre nach der Unabhängigkeit Mosambiks? Und wer kann frei sein, wenn andere es nicht sind?
Diesen Fragen widmet sich „Filhas da Liberdade" (2025).
Der Film begleitet vier Frauen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe: Inyalambi, Achia, Wonder und Emily. Ihre Lebensrealitäten reichen von einem Frauenschutzhaus im ländlichen Raum über urbanen Aktivismus bis hin zur afrikanischen Diaspora.
Ihre persönlichen Geschichten verbinden sich mit einer gemeinsamen Geschichte: mit kolonialem Erbe, patriarchaler Gewalt und dem fortwährenden Kampf um Selbstbestimmung. „Filhas da Liberdade" erzählt aber auch von Widerstand und Empowerment – von der Wiederaneignung verdrängter Rituale, von geteiltem Schmerz und geteilter Wut und von dem Mut, neue Wege zu gehen.
Der Film erinnert daran, dass Unabhängigkeit kein abgeschlossener historischer Zustand ist, sondern ein fortwährender Prozess und eine gemeinsame Praxis. Oder, wie Protagonistin Inyalambi es formuliert: „How can I be free, when the others are not?"
Im Anschluss an den Film laden wir zur Podiumsdiskussion ein. Gemeinsam wollen wir über die unterschiedlichen Dimensionen von Freiheit, Feminismus und Selbstbestimmung sprechen und darüber, was die Geschichte Mosambiks mit aktuellen feministischen Kämpfen verbindet. Die Diskussion wird auf Englisch stattfinden, der Film wird auf Portugiesisch mit Englischen Untertiteln gezeigt.
Auf dem Podium:
David-Simon Groß, Filmemacher und kreativer Kopf hinter Filhas da Liberdade
Brenda Campos, Feministin und Mitarbeiterin im FES-Länderbüro
Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Filmabend, spannende Perspektiven und eine offene Diskussion!



