Erzählcafe mit Dorothea Paffenholz
- Zeitzeugin im Gespräch: Von Pommern in die weite Welt

Erzählcafe mit Dorothea Paffenholz<br>- Zeitzeugin im Gespräch: Von Pommern in die weite Welt
Zeit

Di, 24. November 2026 - 19:00 Uhr

Ort

Allerweltshaus Köln e.V., Geisselstraße 3-5, 50823 Köln

– ein Leben zwischen Heimat, Umbrüchen und Neuanfängen.


Was bedeutet es, die Heimat zu verlassen und an einem neuen Ort ein Leben aufzubauen? Wie prägen politische Umbrüche den eigenen Lebensweg?

Im Erzählcafé wird diesmal Dorothea Paffenholz, heute 87 Jahre alt, von ihrem bewegten Leben erzählen. 
Sie wurde in Pommern geboren und erlebte als kleines Kind 1944/45 die Flucht nach Leipzig, wo sie aufwuchs. Noch vor dem Bau der Berliner Mauer gelang ihr unmittelbar nach dem Abitur die Flucht über Berlin in den Westen. Erneut musste sie sich in einer anderen Umgebung zurechtfinden und neue Wege finden.

Hinaus in die Welt

Es zog sie hinaus in die Welt: Als Au-pair-Mädchen lebte sie ein Jahr in England. Nach ihrer Rückkehr wurde sie als Programmiererin bei IBM für die Rechenabteilung einer Flugzeugbaufabrik ausgebildet. Später arbeitete sie etwa drei Jahre als Reiseleiterin in Spanien.

Schließlich wurde sie im Rheinland sesshaft. Sie studierte Sonderpädagogik, heiratete, bekam eine Tochter und arbeitete als Förderschullehrerin in Köln und Olpe. Zu ihren Interessen gehörten Tiffany-Glaskunst und das Reisen.

Auch nach ihrem vorzeitigen Ruhestand blieb sie neugierig und weltoffen. 25 Jahre lebte sie in Italien, engagierte sich ehrenamtlich für Menschen mit Behinderung in einem Dritte-Welt-Laden und unternahm weiterhin Reisen rund um die Welt.

Vor etwa zehn Jahren kehrte sie nach Deutschland zurück, um wieder mehr Zeit mit ihrer Familie in Köln zu verbringen.

Persönliche Erinnerungen und Zeitgeschichte

Im Erzählcafé verbinden sich persönliche Erinnerungen mit Zeitgeschichte: die Folgen des Zweiten Weltkriegs, das Leben in der DDR, der Wechsel zwischen Ost und West und die Suche nach neuen Möglichkeiten.

Dorotheas Lebensgeschichte erzählt von Heimatverlust und Neuanfang, von beruflicher Vielfalt und der Neugier auf andere Länder und Lebenswelten.

Wir laden herzlich dazu ein, zuzuhören, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn persönliche Lebensgeschichten machen Geschichte lebendig und eröffnen neue Perspektiven auf Heimat, Veränderung und das Miteinander.

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