MENSCHENRECHTE BRASILIEN - Recht auf Stadt

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Bildquelle: Fernanda Souza

Recht auf menschenwürdiges Wohnen in São Paulo

Fr, 11. März 2016 - 19:30 Uhr

mit René Ivo Gonçalves aus São Paulo vom Zentrum Gaspar Garcia

Allerweltshaus e.V. Köln - 1. OG

Eintrittspreis: Zahl was du kannst - es dir wert ist

René Ivo Gonçalves gehört zum Leitungsteam des Centro de Direitos Humanos Gaspar Garcia, das sich seit Mitte der 1980er Jahre für das Recht auf Stadt in São Paulo einsetzt.

Das Zentrum entstand 1988 durch Initiative von Sozialpastoralen der Region Sé und Aktivisten, die mit Obdachlosen, Catadores (Sammlern von recylebaren Materialien) oder Bewohnern so genannter Cortiços (wörtlich Bienenstöcke - vertikale Slums, in denen zahlreiche Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht werden) im Stadtzentrum von São Paulo, arbeiteten.

Das Zentrum unterstützt BesetzerInnenbewegungen in der Metropole und Menschen, die auf der Straße leben. Die Ansätze sind vielfältig und reichen von individueller Unterstützung in Menschenrechtsfragen, Begleitung von Besetzungen mit Rechtsberatung, Beteiligung an Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und Entwicklung von Arbeitsangeboten für die Bewohner der Straße.

Die staatlichen Institutionen nahmen die Armut in ihrer sozio-politischen Dimension nicht wahr. Doch die sozialen Probleme, die sich sowohl in der Peripherie, als auch in den zentrumsnahen Vierteln São Paulos zeigten, betrafen dort bereits tausende Menschen, die auf der Straße leben mussten.

Wofür steht das Zentrum Gaspar Garcia? Das Zentrum agiert direkt in der Verteidigung des in der Verfassung verankerten Rechts auf würdevolles Wohnen durch juristischen Beistand für Familien in prekären Wohnsituationen, die sich in Räumungsprozessen, Prozessen der Wiederinbesitznahme und anderen Situationen befinden, in denen ihre Menschenrechte keine beachtung finden.

Die juristische Beratung ist gleichzeitig eine Möglichkeit zur Aus- und Weiterbildung und es wird damit versucht individuelle in kollektive Aktionen anzustoßen. Somit soll mittels technischer, sozialer und
solidarischer Begleitung eine Partizipation und ein Verständnis der Bevölkerung gefördert werden, um sie für politische Interventionen in den juristischen und politischen Spähren der Stadt derart zu qualifizieren.

Weitere Informationen auch auf unsere Projektseite.

In Kooperation mit dem Projekt Erinnern und Handeln für die Menschenrechte.

 

 

 

Eine Veranstaltung des Projekts "Menschenrechte Brasilien"