Shell & Shrinking Spaces in Nigeria – Der lange Kampf für Gerechtigkeit
Detail: Filmvorführung des Dokumentarfilms „Esther and the Law“ & Gespräch mit Peter Emorinken-Donatus (Menschenrechts- und Umweltaktivist) und Paula Hummelsheim (SÜDWIND-Institut)
Shell zerstört im Zuge seiner Ölförderung in Nigeria in furchtbarer Weise die Umwelt des Niger Deltas und die Lebensgrundlage vieler Menschen. Dagegen haben sich Aktivist*innen eingesetzt, deren Widerstand systematisch zerschlagen wurden. Das erschreckendste Beispiel dafür war die Ermordung von Ken Saro-Wiwa und seiner Mistreiter – der Ogoni Nine. Der Dokumentarfilm „Esther and the Law“ begleitet Esther Kiobel, die Witwe eines der Ogoni Nine Aktivisten Dr. Barinem Kiobel, in ihrem Kampf für Gerechtigkeit.
Nach der Filmvorführung spricht SÜDWIND mit dem aus Nigeria stammenden Menschenrechts- und Umweltaktivisten Peter Emorinken-Donatus über den Film, die aktuelle zivilgesellschaftliche Situation in Nigeria sowie die Kriminalisierung von Umweltaktivismus.
Peter Emorinken-Donatus ist u. a. freier Journalist, Bildungsreferent und langjähriger Umwelt- und Menschenrechtsaktivist. Der Preisträger des taz-Panter-Preises 2022 wurde in Nigeria geboren.
Als erklärter Gegner des Shell-Konzerns ist er eine der bekanntesten Stimmen aus dem Globalen Süden für Umwelt- und Klimagerechtigkeit in Deutschland, wo er seit über 30 Jahren lebt. Emorinken-Donatus ist Initiator, Mitbegründer und Sprecher der Bewegung „Bündnis Ökozidgesetz“, die sich mit dem Ziel der Kriminalisierung des Ökozids gegründet hat.
Zusammen mit einigen in Deutschland lebenden Expert*innen aus dem Globalen Süden gründete er einen BIPoC-Think-Tank: „Care & Repair – Decolonial Think-Tank For Environmental Justice“.
Seit dem 1. Juni 2024 sitzt Emorinken-Donatus im Aufsichtsrat von Greenpeace Deutschland. Außerdem ist er in der Bewegungsstiftung aktiv.
Bereits 1997 erhielt er einen Preis vom Business Crime Control für seine Zivilcourage und seinen Einsatz gegen Wirtschaftskriminalität. Aktuell forscht er weiter über das Thema Flucht und Vertreibung in Zusammenhang mit Umwelt, Ökoziden und der Klimakatastrophe.
Moderation: Paula Cäcilie Hummelsheim (SÜDWIND-Institut)
➡️Die Plätze sind jedoch begrenzt, daher bitten wir um Anmeldung.
Aktionswoche des SÜDWIND Instituts und des Allerweltshaus Köln e.V.
Shrinking Spaces: Geschlossene Gesellschaft?| Von Druck und Widerstand:
Aktionswoche zu Shrinking Spaces weltweit
Aktivist*innen, NGOs, Künstler*innen, Gewerkschaften und soziale Bewegungen geraten unter Druck. Sie werden kriminalisiert, in ihrer Arbeit eingeschränkt, diffamiert, ihre Gelder gekürzt, eingeschüchtert und (gewaltsam) verfolgt. Diese Entwicklung – häufig als „Shrinking Spaces“ bezeichnet – betrifft inzwischen den Großteil der Weltbevölkerung. Laut CIVICUS leben rund 97 Prozent der Menschen in Gesellschaften, in denen freie Meinungsäußerung und Protest eingeschränkt sind.
Vor diesem Hintergrund lädt das SÜDWIND Institut gemeinsam mit dem Allerweltshaus Köln im September 2026 zu einer interaktiven Aktionswoche in Köln ein. Ziel ist es, die vielfältigen Dimensionen von „Shrinking Spaces“ sichtbar zu machen und unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen – wissenschaftlich, aktivistisch und künstlerisch.
Das Programm reicht von wissenschaftlichen Impulsen über Podiumsdiskussionen bis hin zu Literatur- und Comedy-Beiträgen, interaktiven Workshops, Musik und Theater. Nach den Veranstaltungen wird es die Möglichkeit zum Austausch bei Essen und Getränken geben.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Die Plätze sind aber begrenzt, daher bitten wir um Anmeldung über die SÜDWIND Website.



