Welche Auswirkungen könnten mögliche Kürzungen auf die Fair Trade Town Köln und die Umsetzung der SDGs haben?
Die im aktuellen Haushaltsentwurf der Stadt Köln vorgesehenen Einsparungen, die bis zur vollständigen Streichung der Mittel für die kommunale Entwicklungszusammenarbeit reichen könnten, hätten weitreichende Folgen.
Sie würden nicht nur das über Jahre gewachsene Engagement für den Fairen Handel und die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) erheblich schwächen, sondern auch zahlreiche Aktivitäten und Strukturen gefährden, die in Köln mit großem Einsatz aufgebaut wurden. Sollten die Sparpläne umgesetzt werden, träfe dies zentrale Bereiche, die das entwicklungspolitische Profil der Stadt maßgeblich prägen. (siehe aktuelle Stellungnahme)
Der Radiobeitrag zeichnet die Geschichte und bisherigen Erfolge der Steuerungsgruppe Fair Trade Town Köln nach und zeigt zugleich, wie diese Arbeit durch die geplanten Kürzungen bedroht wäre. Die Steuerungsgruppe vernetzt Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und weitere Akteur*innen und initiiert Aktivitäten wie die Fair Trade Night, das Faire Frühstück und Bildungsangebote.
Damit trägt sie maßgeblich dazu bei, den Fairen Handel und die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) auf kommunaler Ebene zu stärken. Köln ist seit 2011 Fair Trade Town, wurde 2017 zur „Hauptstadt des Fairen Handels“ gekürt und erreichte 2021 den zweiten Platz.
Auch das Allerweltshaus Köln e.V., das sich lokal wie global für die Umsetzung der SDGs engagiert, wäre von den Einsparungen betroffen. Mit Bildungsarbeit, Veranstaltungen und Aktionen schafft es Räume für Austausch, Teilhabe und entwicklungspolitische Bildung – ein Handlungsraum, der durch die Kürzungen deutlich schrumpfen könnte.
Im Beitrag kommen zwei Engagierte aus dem Allerweltshaus zu Wort:
- Sophie Hennis‑Hosseini, Vorstandsmitglied des Allerweltshaus Köln e.V.
- Laura Weiden, Ehrenamtliche und Mitglied der Fair Trade Town‑Steuerungsgruppe Köln
Sie erläutern, warum die kommunale Entwicklungszusammenarbeit für Kölns Fair‑Trade‑Engagement unverzichtbar ist und welche Strukturen durch die geplanten Einsparungen gefährdet wären.
Der Radiobeitrag stammt von Anne Siebertz, Redaktionsleiterin von Studio ECK.
Studio ECK e.V.
Seit 1992 unterstützt der Förderverein Studio ECK e.V. evangelische Gemeinden, Initiativen und andere interessierte Gruppen bei der Planung und Produktion von Radiosendungen für den Bürgerfunk. 25 evangelische Gemeinden und Einrichtungen in und um Köln sind Mitglied. Das Studio mit eigener Hörfunktechnik befindet sich in der Melanchthon‑Akademie in der Kölner Südstadt. Ein Team von rund 20 freien Radiojournalist*innen begleitet Gruppen und Einzelpersonen bei der Umsetzung ihrer Sendungen.



