MENSCHENRECHTE MEXIKO - Ciudad Juárez: Gewerkschaftliche Organisierung in der Maquila-Industrie

24mai11

Di, 24. Mai 2011 - 20.30 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Tim Ackermann (Uni Münster) & Miriam Trzeciak (Uni Kassel)

Eintritt € 5,-/ ermäßigt € 3,-

Die auf den Export orientierten Maquiladoras in Mexiko sind eine wichtige Branche, in der vor der Krise über eine Million Menschen arbeiteten. Kennzeichnend sind der hohe Frauenanteil der Belegschaften, die niedrigen Löhne und die schlechten Arbeitsbedingungen.

Während einer Forschungsreise an die nordmexikanische Grenze im Frühjahr 2009 hat Miriam Trzeciak zu den Lebenssituationen von Frauen geforscht, die dort in den Niedriglohnfabriken (Maquiladoras) beschäftigt sind. Wie sind ihre Lebensbedingungen und Perspektiven?

Die vorhandenen regionalen Differenzen bei der Höhe der Löhne und die Qualität der Arbeitsbedingungen sind das Thema von Tim Ackermann. Sie sind bedingt durch verschiedene Ausprägungen korporatistisch-gewerkschaftlicher Interessenvertretung. Daneben versuchen unabhängige Gewerkschaften ihre Anerkennung über Arbeitskämpfe durchzusetzten. Welche Chancen für eine effektive gewerkschaftliche Interessenvertretung in der Maquiladora-Industrie gibt es?

Miriam Trzeciak hat im Rahmen ihrer Magisterarbeit eine qualitative Erhebung über die Situation von Maquiladora-Arbeiterinnen an der mexikanischen Nordgrenze verfasst. Zahlreiche Aufenthalte in Mexiko u.a. als Menschenrechtsbeobachterin in Chiapas und Mitarbeit in der südmexikanischen Frauenorganisation CIAM A.C. Derzeit ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Soziologie der Diversität an der Universität Kassel tätig.

Tim Ackermann ist Jugendbildungsreferent des DGB. Seine Magisterarbeit mit dem Thema „Gewerkschaftliche Organisierung in der Industría Maquilador dé Exportación in Mexiko“ basiert auf einer Forschungsreise nach Mexiko. Mehrfacher Aufenthalt in Mexiko als Menschenrechtsbeobachter in den zivilen Friedenscamps in Chiapas.

- gefördert vom EED und dem Katholischen Fonds -

 

Eine Veranstaltung des Projekts "Menschenrechte Mexiko"