Podiumsdiskussion Fluchtursachen

beim Menschenrechtsfestival

Sa, 30. Juni 2018 - 14:00 -16:00 Uhr

Quäker Nachbarschaftsheim

Jeder Politiker, der etwas auf sich hält, spricht beim Thema Flucht und Migration von der Bekämpfung der Fluchtursachen. Aber irgendwie wirken solche Sätze seltsam abgestanden, denn selbst die beste Bekämpfung von Fluchtursachen wirkt wie der Kampf gegen Windmühlen: Die gegenwärtige Weltwirtschaftsordnung vergrößert tendenziell die Diskrepanz zwischen Arm und Reich, die vorherrschende Produktionsweise erzeugt enormen Ressourcenverbrauch und ökologische Verheerungen, Ressourcenverknappung erzeugt kriegerische Konflikte u.s.w.. Die Erzeugung von Fluchtursachen ist sozusagen in den Normalzustand eingebrannt.

 

Trotzdem ist jede Situation in einem Nationalstaat anders, die Konstellation der Fluchtursachen verschieden. Deshalb wollen wir die Situation in einigen Ländern genauer betrachten und auf dem Podium Menschen aus Marokko, der Türkei und Afghanistan zu Wort kommen lassen. Wir werden von sozialer Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit, von politischer Unterdrückung und den Folgen von ökologischer Zerstörung und kriegerischen Auseinandersetzungen hören. In der Diskussion werden wir versuchen, positive Ansätze zur Lösung der Probleme in den einzelnen Ländern zu finden, besonders aber Schlussfolgerungen für das Zusammenleben im Einwanderungsland Deutschland zu ziehen.

Auf dem Podium wird Mahdi Alaoui, Künstler, Musiker, Sozialarbeiter, Einwanderer aus Marokko über die Situation in Marokko berichten.


Saro Garip, bis vor einigen Monaten in einem Gefängnis der Türkei einsitzender Sozialwissenschaftler, wird über die komplexe Situation in der Türkei berichten.


Rahim Naseri vom Forum afghanischer Flüchtlinge wird über die Situation im „sicheren Herkunftsland“ Afghanistan berichten.
Dorsa Moinipour vom Verein migafrika wird das Podium und die anschließende Diskussion moderieren.

Weitere Informationen via

www.menschenrechtsfestival.de