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Dr. Beverley Ditsie ist Mitgründerin von GLOW (Gay and Lesbian Organisation of the Witwatersrand) und setzte sich bereits 1995 auf der UN-Weltfrauenkonferenz in Peking für die Überwindung der Diskriminierung von Lesben als zentraler Bestandteil der Frauenrechte ein. Damit brachte Ditsie lesbische und queere Forderungen erstmals auf die globale politische Agenda — und legte den Grundstein für eine intersektionale Perspektive, die bis heute inspiriert.
Im Zentrum steht dabei das Konzept von ‚queer joy and affirmation‘: die Idee, dass queere Freude und Selbstbejahung kein Luxus sind, sondern einfach unerlässlich, um in einer Welt voller Mehrfachdiskriminierung nicht unterzugehen. Besonders für Queers of Colour und Schwarze Aktivistinnen mit Bezug oder aus dem Globalen Süden ist das keine Frage des Glücks, sondern des Überlebens – und ein starker Akt des Widerstands.
Am Montag, den 27. April 2026, 17:30 - 20:00 Uhr bietet der interaktive Workshop „Joy & Resistance – Intersektionale Perspektiven auf LGBTIQ-Aktivismus mit Dr. Beverley Ditsie“* Raum für Austausch über Widerstandserfahrungen in der aktuellen geopolitischen Lage und die Rolle der UN. Im Fokus stehen dabei die intersektionale Betrachtung geteilter Perspektiven sowie die intergenerationelle Dimension von Queers of Colour- und Schwarzer Aktivist*innen aus dem Globalen Süden und eurozentistischer Perspektiven.
Dr. Beverley Ditsie bringt die eigenen Erfahrungen als mehrfach diskriminierte Schwarze Südafrikaner*in, die Perspektiven aus dem Globalen Süden und ein Verständnis von „queer joy and affirmation“ ein. Besonders interessiert ist Ditsie an den Herausforderungen und Solidaritätsnetzwerken von Queers of Colour and Black mit Bezug oder aus dem Globalen Süden — und lädt zur gemeinsamen Reflexion ein.
Für wen?
Der Workshop richtet sich besonders an Queers of Colour and Black mit Bezug oder aus dem Globalen Süden — und an alle, die sich für
‚queer joy and affirmation‘ als Widerstandspraxis interessieren: die Kunst, in Umgebungen struktureller Gewalt Freude und Selbstbestätigung zu leben und zu teilen.
Moderation:
Silvia Abiyeme de Bertolini (Black & Queer NRW)
Cornelia Sperling (FliP – Frauenliebe im Pott)
Wir freuen uns auf einen empowernden und inspirierenden Austausch!
Sprache: Englisch
Teilnahme: Kostenlos, Plätze begrenzt.
Das Haus ist leider noch nicht barrierefrei. Es gibt zwar Rampen, die den Zugang zum Haus ermöglichen. Allerdings sind diese nicht für alle Rollstühle geeignet. Zudem sind die Toilettenräume nicht barrierefrei. Bis zur Sanierung müssten wir individuell schauen, wie der Zugang und die Nutzung des Hauses umsetzbar ist.
Anmeldung: Bis zum 20. April 2026 mit Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse und ggf. Organisation an:
info@hirschfeld-eddy-stiftung.de
Eine Veranstaltung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung
in Kooperation mit FLiP – Frauenliebe im Pott, Black & Queer NRW, col.lit.ive/ allerweltshaus köln, Dachverband Lesben und Alter.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Der pinke Faktor. Die Rolle von LSBTIQ* im globalen Streit um Werte, Ressourcen und Vorherrschaft“ statt.
Hinweis: Am 25. April um 18 Uhr wird im Filmhaus Köln der Film von Beverley Ditsie „Lesbians free everyone – the Beijing Retrospective“ im Rahmen des Internationalen FrauenFilmFests gezeigt




