„Nicht genug, aber Ja!“

Zeit

Fr, 17. September 2010 - 20 Uhr

Ort

Allerweltshaus e.V., Körnerstraße 77-79

Eintritt

Eintritt € 3,-

Tags:

Bürokratische Übermacht oder mehr Rechte und Demokratie in der Türkei?


Vortrag und Diskussion mit Adnan Keskin

Am 12. September, an dem dreißigsten Jahrestag des Militärputsches, findet in der Türkei die Volksabstimmung zur Änderung der Verfassung statt, welche vor 30 Jahren durch die Putschisten verabschiedet wurde.

Einige überparteiliche Intellektuelle und Demokraten in der Türkei wie z.B. Orhan Pamuk (Nobelpreisträger für Literatur) und Ahmet Altan (Chefredakteur der oppositionellen Tageszeitung „Taraf“) unterstützen die Änderungen mit dem Motto „Nicht genug, aber Ja!“. Mit den Änderungen von 26 Paragrafen soll die Einschränkung der außergewöhnlichen Macht der zivilen und militärischen Bürokratie bewirkt werden. Ebenso sollen sie für mehr Rechte für alle Bürger, sowie für die sozial und wirtschaftlich Benachteiligten wie Kinder, Behinderte und Frauen, sorgen. Die Hauptmaxime der Änderungen lautet – weniger Bürokratie, mehr Demokratie.

Der Referent wird in seinem Vortrag die Hintergründe seiner politischen Geschichte sowie der Geschichte der Politik in der Türkei seit den 70er Jahren erzählen und die Ergebnisse der Volksabstimmung zur Verfassungsänderung analysieren.
Adnan Keskin begann in der Mitte der 70er Jahre als Mitglied von „Devrimci Genc“ (Revolutionäre Jugend) politisch aktiv zu werden. Danach engagierte er sich weiter bei „Devrimci Yol“ (Der revolutionäre Weg). Etwa vier Monate später, nach dem Militärputsch vom 12. September 1980, wurde er von Soldaten in den Bergen festgenommen. 1984 wurde er von einem Militärgericht zur Todesstrafe verurteilt. Im Juni 1987 ist er aus dem Militärgefängnis durch einen Tunnel geflüchtet (dies war seine zweite Flucht aus dem Gefängnis, die erste war im Jahr 1979). Danach musste er auch aus der Türkei flüchten. Seit Oktober 1987 lebt er als anerkannter Asylant in Köln. Seit etwa einem Jahr ist er staatenlos, weil er in der Türkei ausgebürgert wurde. Seit Oktober 2007 leitet er das Projekt „Erinnern und Handeln für die Menschenrechte“ im Allerweltshaus Köln.

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