Am 2. Juni laden das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de, Debt for Climate Deutschland, das Allerweltshaus Köln zu einer Lesung und Diskussion mit dem Politökonomen Robin Jaspert ein.
Im Zentrum steht sein gerade im Brumaire Verlag veröffentlichtes Buch "Neokolonialer Kapitalismus. Eine Geschichte Globaler Ausbeutung".
Ausgehend von marxistischer Theorie, Wirtschaftsgeschichte und internationalistischer Analyse argumentiert Jaspert, dass Kolonialismus nicht als abgeschlossenes Kapitel der Vergangenheit verstanden werden kann. Vielmehr prägen koloniale Machtverhältnisse weiterhin globale Währungssysteme, Schuldenregime und die ungleichen Beziehungen zwischen Globalem Norden und Süden. Das Buch verbindet theoretische Zugänge mit einer verständlichen historischen Einordnung und fragt zugleich, welche Perspektiven heutige Kämpfe gegen Ausbeutung und Abhängigkeit eröffnen.
Die Lesung wechselt sich ab mit einem Gespräch zwischen Robin Jaspert und Malina Stutz, Politische Referentin bei erlassjahr.de. Sie wird aktuelle Entwicklungen aus dem Schuldenreport 2026 vorstellen, der die Belastung der Staatshaushalte durch die öffentliche Auslandsverschuldung untersucht.
Gemeinsam diskutieren sie, welche Rolle Schulden, Finanzmärkte und geopolitische Machtverschiebungen in der gegenwärtigen Weltordnung spielen – und ob die Entstehung einer multipolaren Welt Chancen bietet, die tief verankerten Hierarchien zwischen Nord und Süd aufzubrechen.
Robin Jaspert promoviert an der Goethe-Universität Frankfurt und lehrt an der Freien Universität Berlin sowie der Universität Kassel. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Süd-Nord-Beziehungen, Finanzmärkten sowie der Geld- und Fiskalpolitik.
Eine Veranstaltung von deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de und Debt for Climate Deutschland in Kooperation mit dem Allerweltshaus Köln e.V.



