Am 4. September 2012 hat der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos verkündet, dass eine Vereinbarung über Friedensverhandlungen mit der FARC-Guerilla kurz vor dem Abschluss stehe. Nach monatelangen nebulösen Andeutungen wird damit klar, dass zehn Jahre nach dem Scheitern des letzten Verhandlungsversuchs zwischen einer Regierung und der größten Guerillaorganisation, eine erneute Initiative zur Beendigung des bereits über 50 Jahre währenden bewaffneten Konflikts unternommen wird. Die konkreten Verhandlungen sollen im Oktober in Oslo beginnen. Ein Waffenstillstand wurde nicht vereinbart. Die gesellschaftliche Unterstützung für den Friedensprozess in Kolumbien ist groß. Wie aber sind die Aussichten für einen Erfolg? Welches sind die Verhandlungspositionen der beiden Parteien? Und: Beendet der Konflikt zwischen FARC und Staat die Gewaltproblematik in Kolumbien? Diesen Fragen möchten wir in einer Diskussionsveranstaltung mit Stefan Ofteringer nachgehen.
Stefan Ofteringer ist Berater für Menschenrechte in Kolumbien für MISEREOR. Er begleitet seit einigen Jahren die Arbeit von Partnerorganisationen Misereors aus Kirche und Zivilgesellschaft, die sich für Menschenrechte und Frieden in Kolumbien einsetzen.



