Kirche(n) im Rheinischen Braunkohlerevier: Linke (und) Christ*innen im Gespräch

Zeit

Do, 28. November 2019 - 19 Uhr

Ort

Allerweltshaus

Eintritt

Eintritt: Zahl was du kannst - was es dir wert ist

Tags:

Eine Veranstaltung des Menschenrechtsprojekts im Allerweltshaus in Kooperation mit dem Institut für Theologie und Politik Münster und Alle Dörfer bleiben mit Irene Mörsch (Vorsitzende des Katholikenrat Düren) und Benedikt Kern (Institut für Theologie und Politik, Münster)

In den bedrohten Dörfern des Rheinischen Braunkohlereviers wehren sich aktive Christ*innen in und außerhalb der Kirche dagegen, dass ihre Gotteshäuser abgerissen werden - statt sich als Symbole des Widerstandes dem Verkauf zu widersetzen. Auf der Amazonas-Synode im Oktober wurde mit indigener Beteiligung dringende Schritte beim Klimawandel angemahnt und der Raubbau im Amazonasgebiet scharf kritisiert.

Auch an der Klimabewegung im Rheinischen Braunkohlerevier sind zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen aus christlicher Motivation beteiligt. In der jüngsten Debatte um den Verkauf der Kirchen stehen viele Christ*innen auf der Seite der Klimabewegung, sind vor Ort aktiv und wehren sich gegen RWE, Landesregierung und die eigenen Kirchenoberen. In ihrem Abschlussdokument spricht die Synode von einer „nie dagewesenen sozioökologische Krise", der „Zerstörung des Amazonasgebiets" durch „räuberische Rohstoffausbeutung" und seiner zentralen Bedeutung für den Erhalt der „Schöpfung".

Die in Lateinamerika entstandene Befreiungstheologie und ihrer Option für die Armen verbindet christliches Engagement mit sozialen Bewegungen in antikapitalistischer Perspektive. Der aktuelle Papst Franziskus ist von dieser Strömung zumindest beeinflusst, stellt sich auf die Seite sozialer Bewegungen und geißelt dieses Wirtschaftssystem. Es gibt mehr gemeinsame Bezugspunkte zwischen Christ*innen und Linken als von beiden Seiten oft gesehen wird. Gleichzeitig steht die katholische Kirche in ihrer Gänze auch weiterhin für die Ausgrenzung von Frauen, das strikte Verbot von Abtreibungen und die Diskriminierung homosexueller Lebensweisen. Während viele Linke deshalb skeptisch sind, wenn es um fortschrittliche Perspektiven aus christlicher oder gar kirchlicher Initiative geht, sprechen andere bereits von „neuen Allianzen". Grund genug also, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Foto: Arne Müseler



Flyer ansehen

Weitere Veranstaltungen zu
Allerweltshaus, Menschenrechte & Vortrag & Diskussion

Der 39. Kongress der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO)

Der 39. Kongress der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO)

10. Juni - 13. Juni 2021 - siehe Programm

Weiterlesen
BarCamp und Projektstart „Das Gute Leben in den Veedeln

BarCamp und Projektstart „Das Gute Leben in den Veedeln"

Eine Veranstaltung der Agora Köln Am Samstag, den 29.05.2021, lädt die Agora Köln zu…

Sa, 29. Mai 2021 - 10;00 - 17:30 Uhr

Weiterlesen
MAIS - Kleine Kulturgeschichte einer globalen Pflanze

MAIS - Kleine Kulturgeschichte einer globalen Pflanze

Volkshochschule Bonn Lateinamerikanische Perspektiven Was is(s)t der Mensch? …

Di, 13. April 2021 - 18:15–19:45 Uhr

Die Reihe setzt sich mit dem Thema in Beiträgen aus Ethnologie, Archäologie, mittels Musik…

Weiterlesen
zu allen Veranstaltungen

Ich möchte den Newsletter erhalten

Ich möchte auf dem Laufenden bleiben, was im Allerweltshaus passiert. Der Newsletter erscheint monatlich und enthält nur relevante Inhalte ohne Werbung.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese.

Bitte beachten Sie: Wir respektieren Ihre Privatsphäre und geben Ihre Daten ohne Ihre Zustimmung nicht an Dritte weiter.

 

Hier finden Sie uns auch