Im Allerweltshaus Köln gibt es viele Menschen mit interessanten Geschichten. Beim Erzählcafé kommen sie zusammen, um in gemütlicher Atmosphäre zu erzählen, zuzuhören und ins Gespräch zu kommen. Jeder ist willkommen, der seine Erlebnisse, Gedanken und Fragen teilen möchte – zu Themen, die uns alle beschäftigen.
Diesmal berichtet Philipp Jeschke von seinen Erfahrungen mit Ableismus und davon, wie er selbst aktiv dagegen vorgeht.
Ableismus ist der Begriff für die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Er zeigt sich in Vorurteilen und diskriminierenden Verhaltensweisen, aber auch in gesellschaftlichen Strukturen, die Menschen mit Behinderung von vielen Bereichen des Lebens ausschließen oder ihre Teilhabe erschweren.
Philipp Jeschke: "Beim Erzählcafé möchte ich von meinen eigenen, lebenslangen Erfahrungen mit Ableismus als blinder Mensch berichten. Außerdem möchte ich darüber sprechen, wie ich erstmals mit dem Begriff Ableismus in Berührung gekommen bin und wie ich heute die Arbeit gegen Ableismus zunehmend auch zu meinem Beruf mache.
Zudem möchte ich Einblicke in die Aktivitäten des Anti-ableistischen Netzwerkes e. V. geben, das ich gemeinsam mit anderen Menschen gegründet habe, die selbst von Ableismus betroffen sind.
Gemeinsam würde ich gerne darüber ins Gespräch kommen, wie Ableismus unseren Alltag prägt, warum er oft unsichtbar bleibt und was wir tun können, um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen,"
Wichtiger Hinweis zur Barrierefreiheit unserer Veranstaltung:
Uns ist bewusst, dass eine Veranstaltung zum Thema Ableismus in einem nicht barrierefreien Raum ein schmerzhafter Widerspruch ist.
Leider ist unser Veranstaltungsort aktuell nicht barrierefrei.
Die baulichen Gegebenheiten vor Ort:
- Zugang: Der Haupteingang und das Gebäude haben Stufen. Es gibt eine Rampe, diese ist jedoch etwas steil und mit manchen Rollstühlen oder Rollatoren nur mit Begleitperson oder Assistenz passierbar. Diese Veranstaltung findet im Erdgeschoss im Großen Saal statt.
- Sanitäre Anlagen: Eine barrierefreie Toilette ist leider nicht vorhanden.
Wir wissen, dass diese Barrieren Menschen ausschließen und eine gleichberechtigte Teilhabe unmöglich machen. Das ist ein Ausdruck genau jener strukturellen Diskriminierung, die wir abbauen wollen. Die baulichen Maßnahmen für eine Sanierung des Gebäudes sind derzeit noch in Planung – das ist eine Realität, aber keine Entschuldigung. Wir arbeiten daran, unsere Räume grundlegend zu verändern.
Solltet ihr trotz dieser Barrieren teilnehmen wollen oder konkrete Fragen/Unterstützungsbedarfe haben, kontaktiert uns bitte unter: 0221 / 57779930
Wir versuchen, im Rahmen unserer Möglichkeiten individuelle Lösungen zu finden.



