Bei vielen Direkt-Investitionen in Entwicklungsländern treten Menschenrechtsverletzungen auf, so geschehen beim Bau einer Kaffeeplantage im Distrikt Mubende in Uganda. Dort vertrieb die ugandische Armee eine Gemeinde von Kleinbauern gewaltsam von ihrem Land. Bis auf wenige Ausnahmen wurden sie nicht für ihren Verlust entschädigt. Auf ihrem Land wurde eine Kaffeeplantage der Firma Kaweri errichtet, die zur Hamburger Neumann-Gruppe gehört. Die Vertreibung verstieß gegen Menschenrechtsabkommen, die sowohl von Deutschland als auch von Uganda ratifiziert wurden. Das Menschenrecht auf angemessene Nahrung wurde verletzt, weil den Menschen die Möglichkeit sich zu ernähren genommen wurde. Die Vertriebenen führen einen Gerichtsprozess gegen die Regierung und Kaweri, der von den Behörden verschleppt wird.
Peter Kayiira ist Sprecher der Vertriebenen und zu Gesprächen mit Vertretern aus Politik und Entwicklungszusammenarbeit in Europa. Er wird von der Vertreibung und dem Kampf der Vertriebenen um Entschädigung berichten.
Gertrud Falk ist Mitarbeiterin der internationalen Menschenrechtsorganisation FIAN und wird den Fall kontextualisieren: Welche Instrumente gibt es, Menschenrechte geltend zu machen und ihre Verletzung zu ahnden? Wo liegt die Verantwortung Deutschlands bei Aktivitäten deutscher Unternehmen im Ausland? Wie ist die Rolle von Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit bei Menschenrechtsverletzungen?
Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Diese Veranstaltung zum internationalen Tag der Menschenrechte ist ein Angebot von FIAN Deutschland und der FIAN-Lokalgruppe Köln. Die Lokalgruppe setzt sich mehreren Jahren für die Vertriebenen von Mubende ein.



