Das Jahr begann mit einem militärischen Paukenschlag. Die Intervention der USA am 3. Januar 2026 in Venezuela ist ein offener Bruch des Völkerrechts und ein Paradigmenwechsel für ganz Lateinamerika.
Der in der Nationalen Sicherheitsstrategie der USA von 2025 dargelegte Anspruch auf Lateinamerika als „Hinterhof“ wird in die Praxis umgesetzt und ganz unverhohlen mit wirtschaftlichen, geopolitischen und sicherheitspolitischen Interessen begründet. Gleichzeitig drohte Trump weiteren lateinamerikanischen Ländern mit Militärschlägen. Während der Militärschlag in Lateinamerika teilweise scharf kritisiert wurde, applaudierten die rechten Regierungen Argentiniens, Ecuadors oder El Salvadors.
In der Diskussionsveranstaltung beleuchten wir die Hintergründe des Militärschlags, Auswirkungen auf Venezuela sowie die Implikationen für Lateinamerika, insbesondere für Kolumbien.
Es diskutieren:
- Indira Murillo – Instituto Colombo-Alemán para la Paz, Bogotá
- Stefan Peters – Justus-Liebig-Universität Gießen
Moderation: Britt Weyde, Informationsstelle Lateinamerika, Bonn



