1. Unsere Mission – Warum es uns gibt
Das Allerweltshaus ist ein interkulturelles Begegnungszentrum, das sich für soziale und globale Gerechtigkeit, eine diskriminierungsfreie Gesellschaft und nachhaltige Entwicklung einsetzt.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Stärkung von Selbstorganisation, Selbstvertretung und gesellschaftlicher Teilhabe – insbesondere von Migrant*innen und Geflüchteten. Durch politische Bildung, Beratung, kulturelle Angebote und offene Begegnungsformate schaffen wir einen barrierearmen Raum für Austausch, Empowerment und gemeinsames Engagement.
Wir fördern die Begegnung unterschiedlicher Perspektiven, stärken kulturelle Vielfalt und schaffen Freiräume, in denen Menschen Verantwortung übernehmen und gesellschaftliche Veränderungen mitgestalten können.
Unsere Arbeit ist von internationaler Solidarität geprägt. Wir tragen Perspektiven aus dem Globalen Süden in gesellschaftliche Debatten hinein und geben insbesondere Menschenrechtsaktivist*innen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus aller Welt Raum, ihre Erfahrungen und Anliegen sichtbar zu machen. Damit leisten wir einen Beitrag zu einer global vernetzten Zivilgesellschaft.
Dabei orientieren wir uns an den Prinzipien von Solidarität, Antirassismus, Klimagerechtigkeit und einer kritischen Auseinandersetzung mit kolonialen Kontinuitäten und globalen Machtverhältnissen.
2. Unsere Vision – Welche Welt wir mitgestalten wollen
Wir setzen uns für eine gerechte, solidarische und demokratische Gesellschaft ein, in der Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sozialem Status oder Lebensweise gleichberechtigt zusammenleben können.
Das Allerweltshaus versteht sich als offener Ort für Begegnung, Kooperation und gesellschaftlichen Dialog. Wir schaffen Räume, die von unterschiedlichsten Initiativen und Gruppen genutzt werden können, bauen Brücken zwischen Menschen und fördern den Austausch über soziale, kulturelle und politische Grenzen hinweg.
Wir möchten Menschen ermutigen, gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam anzugehen und Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft zu übernehmen. Gegenseitiger Respekt bildet dabei die Grundlage unseres Zusammenhalts – auch dort, wo unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Meinungen aufeinandertreffen.
Als fester Bestandteil der Kölner Stadtgesellschaft verstehen wir uns als verlässlicher Bündnispartner, Impulsgeber und manchmal auch als kritische Stimme. Unser historischer Ort in Ehrenfeld bleibt ein gemeinsamer Platz für alle, die Demokratie lernen, leben und stärken wollen.
3. Unsere Werte – Nach welchen Prinzipien wir handeln
Unsere Arbeit basiert auf gegenseitigem Respekt, Solidarität und Offenheit. Wir begegnen Menschen auf Augenhöhe und vermeiden eine Trennung zwischen Helfenden und Hilfesuchenden. Selbstorganisation, Selbsthilfe und Empowerment prägen unser Selbstverständnis.
Wir verstehen Vielfalt als gesellschaftliche Stärke und fördern eine Kultur der Anerkennung und Teilhabe. Interkulturelle Kompetenz ist für uns keine einmal erworbene Fähigkeit, sondern ein kontinuierlicher Lernprozess. Deshalb reflektieren wir unsere eigene Praxis und entwickeln unsere Kompetenzen durch Austausch und Weiterbildung stetig weiter.
Unsere Bildungsarbeit setzt sich kritisch mit Rassismus, Diskriminierung, globalen Ungleichheiten und den Folgen kolonialer sowie kapitalistischer Machtverhältnisse auseinander. Postkoloniale Perspektiven und Klimagerechtigkeit bilden dabei zentrale Themen.
Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) sind wichtige Bezugspunkte unserer Arbeit. Unsere Bildungsangebote orientieren sich an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Als BNE-zertifizierte Einrichtung verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz („Whole Institution Approach“), der unsere Bildungsarbeit ebenso prägt wie unser organisatorisches Handeln.
Das Allerweltshaus ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig.
4. Wie wir arbeiten - Unsere Arbeit verbindet politische Bildung, Beratung, Kultur, Vernetzung und zivilgesellschaftliches Engagement.
Wir schaffen Räume und Infrastruktur für Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen, die sich im Sinne unserer Mission engagieren möchten. Das Allerweltshaus ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, die sich im Alltag nicht häufig begegnen, und zugleich ein geschützter Raum für Menschen, die in der Mehrheitsgesellschaft oft wenig Platz finden.
Mit Diskussionen, Theater, Radio, Ausstellungen, Lesungen und weiteren Bildungsformaten fördern wir gesellschaftlichen Dialog und vermitteln Wissen über globale Zusammenhänge. Gleichzeitig bieten wir niedrigschwellige Unterstützungsangebote wie Sozial- und Migrationsberatung, Sprach- und Alphabetisierungskurse sowie Freizeit- und Bildungsangebote an.
Unsere Arbeit lebt von Kooperation. Gemeinsam mit lokalen, regionalen und internationalen Partner*innen engagieren wir uns in Netzwerken und Bündnissen für nachhaltige Entwicklung, Demokratie, Antirassismus und globale Gerechtigkeit. Dazu gehören unter anderem das Eine Welt Netz NRW, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Agora Köln, das Bündnis kommunale Nachhaltigkeit, das Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Steuerungsgruppe Fair Trade Town Köln sowie weitere kommunale und internationale Kooperationen.
Dabei gilt für uns seit jeher ein einfacher Grundsatz:
Global denken – lokal handeln.



