MENSCHENRECHTE UND NACHHALTIGKEIT UMSETZEN! - Köln fährt zum NSU-Prozess nach München

Gegen die rassistische Spaltung der Gesellschaft

Fr, 21. März 2014 - 20 Uhr

Kurzfilm, Vortrag und Diskussion

„Initiative Keupstraße ist überall“

Am 9. Juni 2004 explodierte in der Keupstraße in Köln-Mülheim eine Nagelbombe. Nur durch Glück starb dabei niemand, aber 22 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Schnell wurde von Polizei und Innenminister verkündet, dass es keinen ausländerfeindlichen Hintergrund gäbe. Dagegen wurden sofort die Opfer des Anschlags krimineller Machenschaften verdächtigt und über Jahre durch permanente Verhöre drangsaliert. Zum Trauma des Anschlags kamen die Bosheit der falschen Verdächtigungen und die Angst, dass sich ein solches Attentat wiederholen kann.

Erst im November 2011 wurde klar, dass das Nagelbombenattentat von den Neonazis des NSU verübt wurde, ebenso wie die Morde an acht türkischen, einem griechischen Menschen und einer Polizistin. Jahrelang konnte der NSU ungehindert als Todesschwadron durch das Land ziehen mit dem Ziel, Menschen durch Terror zu vertreiben.

Gemeinsam nach München zum Prozess
Mit der Keupstraße wurde in gewisser Weise ein Symbol einer offenen Gesellschaft angegriffen, in der Menschen unabhängig von ihrer Herkunft miteinander friedlich leben können.

In Köln hat sich die „Initiative Keupstraße ist überall" gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, den über 20 Opfern des Nagelbombenattentats von 2004, die als NebenklägerInnen zum Prozess nach München fahren, Rückhalt zu geben und gegen die nicht nur von den Nazis beabsichtigte rassistische Spaltung der Gesellschaft zu demonstrieren. Konkret will der Kreis mit Bussen nach München fahren, wenn dort das Attentat von Köln verhandelt wird. Im Vorfeld sind in Köln dazu mehrere Veranstaltungen und sonstige Aktivitäten geplant. Warum es so wichtig ist, sich an diesen verschiedenen Aktivitäten zu beteiligen und möglichst mit nach München zu fahren, soll in der Veranstaltung vertieft werden.

Die Referentin/der Referent sind: Regine Wittram und Peter Dippoldsmann, beide langjährige MitarbeiterIn im Projekt „Erinnern und Handeln für die Menschenrechte" und arbeiten in der „Initiative Keupstraße ist überall" mit.

 

Eine Veranstaltung des Projekts "Menschenrechte und Nachhaltigkeit umsetzen"