MENSCHENRECHTE UND NACHHALTIGKEIT UMSETZEN! - Landgrabbing und die Frage der Ernährungssouveränität in Brasilien

Mi, 17. April 2013 - 20 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Douglas Estevam

Eintritt: 5,-/3,- € (erm.)

Seit einigen Jahren gilt Brasilien als eine heranwachsende Wirtschaftsnation und ist weltweit größter Exporteur für Rohstoffe wie Eisenerz, Soja, Fleisch und Zucker. Doch der Boom, das landwirtschaftliche Produktionsmodell und der Einfluss transnationaler Unternehmen bergen viele Risiken und zeigen negative Auswirkungen – v.a. auf Kosten der ländlichen Bevölkerung.

1996 erklärte La Via Campesina den 17. April zum internationalen Tag für bäuerliche Kämpfe. Dieser Tag soll an die Ermordung von 19 Landlosen der brasilianischen Landlosenbewegung MST erinnern, die von der Polizei ermordet wurden, als sie für ihre Zugangsrechte zu Land demonstrierten.

In der Diskussionsveranstaltung möchten wir mit Douglas Estevam (MST) aus der Perspektive der Basisbewegung MST über Folgen, soziale und ökologische Auswirkungen des wirtschaftlichen Produktionsmodells, die Inbesitznahme von Land durch transnationale Unternehmen (Landgrabbing) und die Frage nach der Ernährungssouveränität in Brasilien diskutieren.

Darüber hinaus sollen alternative Modelle und die Erfahrung einer der größten sozialen Bewegungen Lateinamerikas (MST) und der internationalen Vereinigung der Landlosen (Via Campesina) und deren Rolle im Kampf um das Recht auf Land dargestellt werden.

In Zusammenarbeit mit alleweltonair.

 

Eine Veranstaltung des Projekts "Menschenrechte und Nachhaltigkeit umsetzen"