Nomaden in Osttibet - Das Projekt Kham Nomadenhilfe e.V.

 

Di, 16. April 2013 - 20 Uhr

Eintritt frei

In der osttibetischen Region Kham lebt ein Großteil der tibetischen Bevölkerung als Nomaden. In Tälern, die oft weit entfernt von den größeren Ortschaften liegen, führen viele Nomadenfamilien ein traditionelles Leben. Aber auch hier hält die Modernisierung, die in ganz China in großen Schritten voran geht, Einzug.

Fast jede Familie besitzt inzwischen einen Fernseher und Pferde werden gegen Motorräder ausgetauscht. Nomadenkinder besuchen die Schulen in den großen Ortschaften und lernen dort die Vorzüge des städtischen Lebens kennen. Sie erhalten Zugang zum Internet, zu Diskotheken und zu Konsumgütern aus China.

Die Modernisierung bringt auch eine bessere soziale Infrastruktur mit sich. Diese zielt aber oft an den Bedürfnissen der Nomaden vorbei und die Nomaden führen ein Leben am Rande der Gesellschaft. Der Zugang zu Bildungseinrichtungen ist für sie erschwert, auf dem Arbeitsmarkt haben sie geringe Chancen und politische Entscheidungen werden ohne sie getroffen.

Der Fotovortrag möchte zu einer Reise ins osttibetische Kham einladen. Veränderungen in den Nomadengebieten werden beleuchtet und Chancen sowie Schwierigkeiten, die sich durch die Modernisierung ergeben, aufgezeigt.