STIMMEN AFRIKAS - Nomade - Eine Novelle in der Stadt

06. nomad

Literarische Installation von Youssouf Amine Elalamy (Marokko)

Do, 4. Oktober 2012 bis So, 21. Oktober 2012

in verschiedenen Häusern der Stadt Köln

Die literarische Installation des marokkanischen Künstlers und Autors Youssouf Amine Elalamy ist ein außergewöhnliches Cross-over-Projekt. Ein bisher nicht in Buchform publiziertes, hochrangiges literarisches Werk erobert durch seine Auffälligkeit den öffentlichen Raum: www.nomade-stimmenafrikas.de

Auf großformatigen Papierrollen wird in arabischer Handschrift die faszinierende Geschichte des jungen Nomaden Tachfine präsentiert, der sich auf geheimnisvollen Wegen dem Schreiben zuwendet. Die Installation der in kurzen Kapiteln abgefassten Geschichte lädt flanierende Besucher zum Staunen, Verweilen und Lesen (des in variablen Formaten ins Deutsche übersetzten Textes) ein. Die sich fortbewegenden Besucher werden selbst zu Nomaden, die der fortlaufenden Tinte folgend die Entwicklung des Protagonisten begleiten. Dabei können die an den verschiedenen Stationen installierten Schrifttafeln auch als autonome Bilder oder Mikro-Romane rezipiert werden.

Der sich gerade im Umbruch befindliche, kulturell und geopolitisch für Europa bedeutende Norden Afrikas rückt mit „Nomad" auf höchst sinnliche Weise ins Bewusstsein unserer Stadtgesellschaft. „Nomadentum" als Thema und Metapher der Installation an verschiedenen urbanen Kulturstätten Kölns offeriert unterschiedlichste Deutungsmöglichkeiten eines westlichen Orientbildes, das arabische Kultur gemeinhin als homogene Welt versteht.

Entsprechend des genreübergreifenden Charakters des Kunstwerks präsentieren das Rautenstrauch-Joest-Museum, Kunststation St. Peter, Stadtbibliothek, Deutsche Entwicklungsgesellschaft (DEG), KSK/ Käthe Kollwitz Museum und Stimmen Afrikas/Allerweltshaus das Projekt im Herzen der Stadt Köln.

Youssouf Amine Elalamy, geb. 1961 in Larache/ Marokko, lebt in Rabbat. Autor, Konzeptkünstler, Professor für Stilistik, Kommunikation und Medien (Ibn-Tofaï-Universität in Kenitra), Gründungsmitglied und Generalsekretär des marokkanischen PEN-Clubs.

Elalamy nahm als bildender Künstler und Kurator u. a. an »Soundcape« im Berliner Haus der Kulturen der Welt und am Festival von Avignon teil. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Kurzgeschichtenpreis des British Council und der Prix Grand Atlas. Sein Roman „Nomad" (2009) wurde als urbane Installation bereits in Marrakesch, Rabbat, Rotterdam und Kopenhagen präsentiert.

 

Eine Veranstaltung des Projekts "Stimmen Afrikas"