STIMMEN AFRIKAS - Afrikatag auf der Bonner Buchmesse Migration

Sa, 26. November 2011 - 11 bis 23.30 Uhr

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn

Der Afrikatag ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der "Buchmesse Migration" geworden. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Programm, das den kulturellen Reichtum Afrikas ebenso zeigt wie die Probleme der Entwicklung des Kontinents. Einen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die Arabische Revolution und ihre Folgen für das gesamte Afrika. Für Kinder gibt es ein besonderes Programmangebot. Der Tag endet mit einer afrikanischen Party.


Programmpunkte der Stimmen Afrikas


11 - 13 Uhr Forum junger Autorinnen und Autoren

Das Forum bietet allen Autorinnen und Autoren mit afrikanischen Wurzeln, die noch nicht oder nur gelegentlich veröffentlicht haben, eine Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer Schreibbemühungen der Öffentlichkeit vorzustellen und darüber in ein Gespräch einzutreten. u.a. mit Masego Bogatsu (Botswana/ Deutschland), Zena-Gabrielle Hailu (Äthiopien/ Deutschland) Itai Mushekwe (Simbabwe/ Deutschland)

Moderation: Christa Morgenrath


14:30 - 18 Uhr Kinder erleben Afrika - "Malen" mit farbigem Sand - mit Fode Camara

Fode Camara, in Conakry/Guinea geboren, arbeitete in Senegal als Musiker, Tänzer sowie als Bühnen- und Kostümbildner. Seit 1995 lebt er in Deutschland, wo er an der Akademie für Bildende Künste in Düsseldorf studierte. Heute lebt er in Köln.

 

14:30 - 16 Uhr Lesung mit Mahi Binebine (Marokko)

"Die Engel von Sidi Moumen"

Aus dem Französischen von Regula Renschler

Lenos-Verlag 2011

www.mahibinebine.com

Inspiriert von der Geschichte um die Attentäter von Casablanca vom 16. Mai 2003, erzählt Mahi Binebine die Geschichte des jungen Jaschin aus einer Barackensiedlung vor den Toren Casablancas. Ein Roman voller Humor und voller Tragik, der zum Nachdenken anregt. Die Engel von Sidi Moumen wurde 2010 mit dem Prix du Roman arabe und dem Prix littéraire de La Mamounia ausgezeichnet und wird derzeit vom französisch-marokkanischen Regisseur Nabil Ayouch verfilmt.

Mahi Binebine, geb. 1959 in Marrakesch (Marokko), studierte Mathematik in Paris und wand sich bald der Literatur und Malerei zu. Heute gilt er als bekanntester Maler Marokkos, dessen Bilder u.a. im New Yorker Guggenheim-Museum hängen. Sein literarisches Werk wurde in mehrere Sprachen übersetzt und u.a. mit dem Prix de l’Amitié Franco-Arabe ausgezeichnet. Nach Jahren in Frankreich und den USA lebt Mahi Binebine seit 2002 wieder in Marrakesch.

Moderation: Dr. Kersten Knipp

 

17 - 18:30 Uhr Lesung mit Amor Ben Hamida (Tunesien/ Schweiz)

"Tunesier sucht Europäerin - zwecks Heirat"

"Chronik einer Revolution"

www.benhamida.ch

Die Ereignisse in Nordafrika haben uns bewogen, einen Zeugen der Arabischen Revolution einzuladen, den aus Tunisien stammenden Schriftsteller Amor Ben Hamida. 1955 geboren kam Ben Hamida 1975 als Schüler in die Schweiz, wo er noch heute überwiegend lebt. Seit seinem ersten Roman "Tunesier sucht Europäerin - zwecks Heirat" hat er sich in weiteren Romanen und Erzählungen mit den Hoffnungen, Verzweiflungen und Sehnsüchten der Migranten beschäftigt. Der Vielfach ausgezeichnete Autor Ben Hamida möchte mit seinen Arbeiten den Europäern die nordafrikanische Kultur und Denkweise näherbringen. Amor Ben Hamida hat zwei Kinder und lebt und arbeitet in Rorschach (Schweiz). Den jüngsten Ereignisse in Nordafrika hat er mit dem Bericht "Chronik einer Revolution" ein Denkmal gesetzt. Ben Hamida wird aus diesem Bericht lesen aber auch aus seinen Romanen.

Moderation: Liesel Schulze-Meyer, Deutsch-Maghrebinische Gesellschaft

 

20 - 22 Uhr Poetry Performance von Chirikure Chirikure (Simbabwe)

"Aussicht auf eigene Schatten“

AfrikaWunderhorn 2011

www.lyrikline.org

Der in Simbabwe lebende Dichter ist seit Mai 2011 für eine Jahr Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Berlin - ein großartiger Poet und beeindruckender Performance-Künstler. Chirikure gilt als scharfer Kritiker der korrupten politischen Elite und Anwalt der einfachen Leute von Simbabwe. Aufgewachsen in der Zeit der Befreiungskämpfe und einer scharfen Polarisierung der Rassen spielen diese Themen als beständige Rückblicke eine entscheidende Rolle in seinen Publikationen.

Chirikure Chirikure, 1962 in Gutu in Zimbabwe geboren, ist heute einer der bekanntesten Dichter und Performer seines Landes. Aus einer Familie christlicher Lehrer stammend lernte er sowohl die biblischen Geschichten wie auch den Ahnenkult seines Volkes, der Shona, kennen. Chirikure studierte in Harare Religions-, Literatur- und Geschichtswissenschaften und trägt seine gesellschaftskritischen, satirischen und die Identität Afrikas beschwörenden Gedichte bei seinen Auftritten in Shona und auf Englisch vor.

 

Im Anschluss die Podiumsdiskussion zum Thema:

Die arabische Revolution - Ein Zündfunke für ganz Afrika?

Auf dem Podium:

Thomas Albert (BMZ), Amor Ben Hamida, Autor (Tunesien/Schweiz), Mahi Binebine, Autor, (Marokko), Chirikure Chirikure, Poet (Simbabwe), Rupert Neudeck (Grünhelme), Joel Sengi, (Ruanda/ Deutschland - DAZ), Bernhard "Felix" von Grünberg (MdL)

Moderation: Klaus Thüsing


Das Programm des Afrikatages ist gestaltet vom "Deutsch-Afrikanischen Zentrum - DAZ" in Zusammenarbeit mit Stimmen Afrikas/ Allerweltshaus Köln und der "Deutsch-Maghrebinischen Gesellschaft"

 

             

Mit freundlicher Unterstützung der

 

Eine Veranstaltung des Projekts "Stimmen Afrikas"