Podiumsdiskussion Soziale Menschenrechte

@Menschenrechtsfestival

Sa, 30. Juni 2018 - 16-18 Uhr

Quäker Nachbarschaftsheim

Eintritt frei

Im Jahr 1976 traten die 1966 verfassten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte als sogenannte 2. Generation der Menschenrechte in Kraft. Dazu zählen das Recht auf bezahlte Arbeit, Nahrung, soziale Sicherheit, bezahltem Urlaub, gleichem Lohn für gleiche Arbeit, Teilhabe am kulturellen Leben u.v.m..

Es ist nicht neu, dass zwischen verbrieften Rechten und der gesellschaftlichen Praxis ein Missverhältnis besteht. Ebenso bekannt ist der Umstand, dass Neueinwanderer in der Regel auf der untersten Stufe der sozialen Hierarchie stehen und besonders von prekären Verhältnissen betroffen sind.

Neu ist hingegen, dass sich Arbeits- und Lebensverhältnisse in Mitteleuropa drastisch verschlechtern und die klassischen sozialen Menschenrechte für immer mehr Menschen nicht mehr zu gelten scheinen. Davon sind bei weitem nicht nur Menschen in informellen Arbeitsverhältnisse am Rande der Gesellschaft betroffen, sondern auch gut qualifizierte Menschen in anspruchsvollen Tätigkeiten.

Über einige dieser Entwicklungen in Deutschland bzw. in der EU möchten wir diskutieren. Dazu wird es drei Inputvorträge geben:

Der Journalist Albrecht Kieser, langjähriges Mitglied des Rheinischen Journalistenbüro, heute tätig für work-watch, wird über prekäre Arbeitsverhältnisse in Deutschland berichten.

Miriam Baumert vom DGB Bildungswerkes wird über die Entwicklungen in der EU berichten, welche große Auswirkungen auf die Arbeitsverhältnisse in Deutschland haben.