STIMMEN AFRIKAS - Patrice Nganang (Kamerun) - Zeit der Pflaumen

patrice

 

So, 10. September 2017 - 13.00 Uhr

Rautenstrauch-Joest-Museum, Bibliothek, 2. OG

8€, 5€ erm.

©Herby Sachs

 

Autorenlesung und Gespräch moderiert von Stefan Barmann, die deutschen Texte liest Azizè Flittner.

Eine Veranstaltung von stimmen afrikas im Rahmen der neuen Reihe "Literarische Erinnerungskulturen aus dem frankophonen Afrika".

Patrice Nganang ist der zweite Gast unserer Reihe Literarische Erinnerungskulturen aus dem frankophonen Afrika. Der hegemoniale Anspruch ehemaliger Kolonialmächte spiegelt auch ihrer lange einzig geltenden Geschichtsschreibung wieder. Die unterdrückten Völker wurden nicht nur ihrer Leben und ihrer Zukunft beraubt, sondern auch ihrer Vergangenheit. Viele Schriftsteller*innen afrikanischer Herkunft betrachten es als einen wichtigen Auftrag, ihre Historie nach eigenen Parametern der Überlieferung und des Erlebten zu rekonstruieren und literarisch zu vergegenwärtigen. stimmen afrikas wird unter diesem Aspekt einige profilierte Literaten vorstellen.

 

Zeit der Pflaumen verfolgt an verschiedenen Schauplätzen verfolgt das turbulente Schicksal von Bewohnern des Dorfes Edea im Süden Kameruns. Für sie beginnt der Zweite Weltkrieg im August 1940. Wie die Menschen in die Ereignisse des Krieges hineingeraten, wie sie im Verborgenen ihre Ideen von Protest und Unabhängigkeit vorantreiben, erzählt Patrice Nganang mit grimmigem Humor und in einer burlesken und bilderreichen Sprache.

 
Patrice Nganang, 1979 in Kameruns Hauptstadt Yaoundé geboren, studierte dort sowie in Frankfurt und Berlin Literaturwissenschaft. Der Autor von Gedichten, Prosa und literaturtheoretischen Arbeiten lebt seit 2000 in den USA und doziert an der Stony Brook Universität im Bundesstaat New York. Sein Roman „Hundezeiten“ wurde 2001 mit dem renommierten „Prix Marguerite Yourcenar“ und 2002 mit dem „Grand Prix de la Litérature Africaine“, dem wichtigsten Literaturpreis Afrikas, ausgezeichnet.

Zeit der Pflaumen ist 2014 erschienen im Peter Hammer Verlag und wurde von Gudrun und Otto Honke übersetzt. 

 

Gefördert von:

knrw logo s      stadt koln

 

In Kooperation mit:

if logo-rvb    flandrischer hof

 

Eine Veranstaltung des Projekts "Stimmen Afrikas"