Garten der Welt - Idee

Die Idee

Menschen aus allen Teilen der Welt leben und arbeiten in Ehrenfeld. Sie sind Teil der Vielfalt und Lebendigkeit, die unseren Stadtteil auszeichnen und prägen.

Wie die Menschen haben auch Pflanzen aus allen Kontinenten (außer der Antarktis;) in Ehrenfeld eine neue Heimat gefunden. Sie bereichern unseren Speiseplan, würzen unser Essen, erfreuen uns mit ihren Blüten, spenden uns Sauerstoff zum Atmen oder bieten uns Schutz und Schatten unter ihren mächtigen Kronen. Anders als bei vielen Menschen ist ihre Herkunft für uns nicht zu erkennen und wir nehmen sie einfach als das was sie sind: etwas Positives; ein Zugewinn für unsere Lebensgemeinschaft und ein Ausdruck der fast unerschöpflichen Vielfalt des Lebens.

Bei den Menschen, die hier her kommen, sieht das leider immer noch oft anders aus. Fremden begegnet man häufig mit Argwohn und Ablehnung. Viele sehen in dem Unbekannten eine Bedrohung für das Gewohnte. Im Vordergrund steht die Abgrenzung und nicht die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Die Chance der Bereicherung durch Vielfalt wird leider oft nicht gesehen.

Hier wollen wir mit unserem „Garten der Welt" ein positives Signal aussenden.

Mitten in Ehrenfeld wollen wir einen kleinen Spielplatz neu gestalten. Die Beete werden die Umrisse der Kontinente haben und mit verschiedensten Pflanzen der jeweiligen Regionen bepflanzt. Dabei sollen bewusst Zier- und Nutzpflanzen nebeneinander wachsen, um die Bedeutung der „Migranten" für unser heutiges Leben aufzuzeigen. Für die einzelnen Kontinente wird es jeweils Paten aus der Nachbarschaft geben, die sich um die Pflege und Bepflanzung kümmern werden.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Ehrenfeld werden aufgerufen, Pflanzen aus ihrer alten Heimat bei zusteuern. So schlagen sie in ihrer neuen Heimat Ehrenfeld nochmal auf eine andere Art Wurzeln und werden Teil der hier zusammen lebenden Gemeinschaft.

Als Platz für unser Projekt haben wir einen besonderen Ort in Ehrenfeld ausgesucht. Es ist ein versteckter, so gut wie nie genutzter Spielplatz hinter der Kindertagesstätte Körnerstraße 91. Das Gelände ist deshalb besonders, weil sich auf dem Gelände der heutigen Kita die Ehrenfelder Synagoge befand. Ihre Zerstörung am 9.11.1938 vor den Augen einer untätigen Menge von Schaulustigen ist bis heute ein Fanal, wohin Intoleranz und Rassenhass führen kann. Auch daran wollen wir erinnern und dieser Erinnerung gleichzeitig ein lebendiges Zeichen für Toleranz entgegensetzen.

Für ein vielfältiges und blühendes Ehrenfeld
Antonio Pizzulli, Rainer Kiel
Köln-Ehrenfeld im November 2013

Unterstützt durch die Stadt Köln / Bezirk Ehrenfeld

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