MENSCHENRECHTE MEXIKO - Juarez-Lesung

 

lesung juarez

 

 

Lesung: ¿Cuántas muertas son muchas? - Wie viele Tote sind viele?

 

»Wenn ich den Himmel kenne, dann durch deinen Himmel.

Wenn ich den Schmerz kenne, dann durch deine Tränen«                                               

(Ricardo López Méndez / México creo en ti)

 

 

 

Seit den 90-er Jahre wurden in Ciudad Juárez Hunderte von Frauen ermordet, viele von ihnen vergewaltigt, gefoltert, in die Wüste geworfen. Oft sind die Opfer junge Frauen, Migrantinnen, die in den Niedriglohnfabriken der Grenzregion arbeiten. Die Täter werden nicht ermittelt, nicht gesucht, nicht vor Gericht gestellt.

Jetzt wendet sich die Gewalt in einer neuen Steigerung gegen Aktivist_innen, viele von ihnen Mütter und Angehörige der Ermordeten, die Gerechtigkeit einfordern und die sich gegen die gesellschaftlichen und politischen Ursachen der massenhaften Morde engagieren.

Massenhaft auftretende Morde an Frauen sind mittlerweile in vielen Städten und Regionen in Mexiko und Mittelamerika zur traurigen Realität geworden.

In der musikalisch untermalten deutsch/spanischen Lesung werden Geschichten und Gedichte aus Ciudad Juárez und der mexikanisch-US-amerikanischen Grenzregion interpretiert.

Texte über das Leben und Sterben in einer Grenzstadt, Macht und Gewalt, Schweigen und Schmerz, aber auch über Widerstand, Glaube und Hoffnung in einer Stadt, welche zu den gefährlichsten der Welt gehört.

Gewidmet der Anfag 2011 ermordeten mexikanischen Menschenrechtlerin und Dichterin Susana Chávez. 

Ein Projekt des Allerweltshaus in Zusammenarbeit mit der

Mexiko-Initiative Köln Bonnmex-initiative-k-bn

und dem Künstler_innenkollektiv Tonali

 

Gefördert durch:      eed             katholischer-fonds.jpg_479220147