Programm Januar bis Juni 2009

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Reihe "Erinnern für die Menschenrechte"

Vortrag und Diskussion

Veranstaltung zur NATO
   

Donnerstag, 15. Januar 2009, 19:30 Uhr

Kein Frieden mit der NATO?

Jürgen Wagner, Politikwissenschaftler

60 Jahre NATO: Das Bündnis feiert im Frühjahr 2009 mit einem Gipfel in Kehl und Strasbourg sein 60. Jubiläum. Aus diesem Anlass wird ein Abend dem Thema NATO gewidmet. Thematisch sollen neben Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Einrichtung auch die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit diskutiert werden. Erwartet uns mit der Analyse "Towards a Grand Strategy for an Uncertain World" die neue militärische NATO-Doktrin?

Jürgen Wagner gibt zunächst einen kurzen Überblick über Geschichte und Entwicklung der NATO. Anschließend wird am Beispiel Afghanistans beschrieben, wie sich die NATO derzeit zunehmend auf Einsätze zur Aufstandsbekämpfung konzentriert. Auch in den sich verschärfenden Konflikten mit Russland (und China) wird das Bündnis künftig wieder eine wichtigere Rolle spielen. Daraufhin sollen die möglichen Kernelemente des Neuen Strategischen Konzeptes der NATO vorgestellt werden, dessen Verabschiedung noch 2009 auf dem Terminplan steht. Abschließend wird eine Einschätzung der künftigen Rolle der NATO – gerade nach den Wahlen in den USA – gegeben und auf die anstehenden Proteste gegen das Bündnis beim NATO-Gipfel im April 2009 eingegangen.

Jürgen Wagner ist Politikwissenschaftler und geschäftsführender Vorstand der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.

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Reihe "Erinnern für die Menschenrechte"

Vortrag und Diskussion

Veranstaltung zur EU
 

Freitag, 30. Januar 2009, 19:30 Uhr

EU – Woher und wohin?

Claudia Haydt, Soziologin und Religionswissenschaftlerin

"Ein Europa" war seit hundert Jahren ein Traum von bedeutenden europäischen Intellektuellen und Politikern. Ist dieser Traum jetzt mit der Partnerschaft von 27 Ländern und 495 Millionen Bürgerinnen und Bürgern in der EU erfüllt worden?

Die Europäische Union wurde mit dem Ziel gegründet, den häufigen und blutigen Kriegen zwischen Nachbarn ein Ende zu bereiten, die Länder Europas wirtschaftlich und politisch zu vereinen, um einen dauerhaften Frieden zu gewährleisten.

Nach den Befürwortern hat die EU die Stabilisierung der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Frieden in Europa geschafft und mit ihren Nachbarn bemüht sie sich, diese Werte über ihre Grenzen zu verbreiten.

Immer wieder gibt es aber Stimmen, die davor warnen, dass sich die modernen Demokratien zu "Zuschauer-Demokratien" entwickeln. Die Menschen werden nicht gefragt, sondern zum Zuschauen verurteilt. Die Integration wird von oben diktiert, die Ratifikation von Verträgen ist demokratisch ungenügend, Kompetenzaneignung läuft ohne demokratische Kontrolle und es gibt schwache Kontrollmechanismen. Die EU dient nicht den Bürgerinnen und Bürgern sondern den großen Konzernen. Die Folge sind Sozialabbau, Einschränkungen der Menschenrechte, Militarisierung, Festung Europa.

Von vielen wird die EU als große Errungenschaft gelobt, von anderen als Fehlentwicklung getadelt. Was hat die EU in ihrer Geschichte für Demokratie, Menschenrechte und Frieden gebracht? Sind Änderungen dafür nötig bei dem geplanten Verfassungsvertrag, bei der Struktur und den Zielen der EU? Gibt es Alternativen?

Mit Claudia Haydt, Soziologin und Religionswissenschaftlerin sowie Vorstandsmitglied der Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V., möchten wir über diese und noch weitere Fragen diskutieren.

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Reihe "Erinnern für die Menschenrechte"

Vortrag und Diskussion

Veranstaltung zu Den Haag
   

Freitag, 6. Februar 2009, 19:30 Uhr

Internationale Gerichtshöfe in Den Haag und Bekämpfung der Verbrechen gegen die Menschheit

Elif Dikkaya, Rechtsanwältin

Wer "Den Haag", "Gerichtshof" und "Vereinte Nationen" hört, kann leicht durcheinander kommen. In der Tat ist die UN-Justiz in Den Haag mittlerweile drei Mal vertreten: Die größten Schlagzeilen hat in den letzten Jahren das Kriegsverbrecher-Tribunal für Ex-Jugoslawien (ICTY) gemacht. Seit Juli 2002 ist in Den Haag zudem der ständige Internationale Strafgerichtshof, der International Criminal Court (ICC), beheimatet, der sich ebenfalls mit Kriegsverbrechen befasst, als erstes mit den Fällen Kongo und Darfur. Viel älter als diese zwei Tribunale ist der Internationale Gerichtshof oder auch International Court of Justice (ICJ): Er besteht nämlich seit 1946 und wurde schon mit der UN-Charta begründet. Für die Vereinten Nationen ist er das höchste Rechtsprechungs-Organ für alle Streitigkeiten zwischen Staaten. Aufgabe des Internationalen Gerichtshofs ist neben der Rechtsprechung auch die Erstellung von völkerrechtlichen Gutachten.

Wie sind diese Gerichtshöfe strukturiert und was haben sie bisher für die Gerechtigkeit getan? Hat die Weltgemeinschaft genügend Justizgesetze und Gerichtshöfe für die Bekämpfung und die Verhütung und Bestrafung des Verbrechens gegen die Menschlichkeit, wie Völkermorde, Kriegsverbrechen, Massaker, Vertreibungen? Was für Änderungen sind dafür nötig, dass all diese Verbrechen wirklich bestraft und bekämpft werden können?

Dazu haben wir die Kölner Rechtsanwältin Elif Dikkaya eingeladen. Sie hat sich studienbedingt in Den Haag/NL bei den Vereinten Nationen aufgehalten und ist Rechtsberaterin in der Berufungsabteilung des internationalen Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien (UN-ICTY).

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Reihe "Erinnern für die Menschenrechte"

Vortrag und Diskussion

Veranstaltung zur UNO
 

Donnerstag, 12. Februar 2009, 19:30 Uhr

Die UNO: Versuch einer Bilanz und eines Ausblicks

Gerd Hankel, Jurist und Sprachwissenschaftler

"Von dem großen Projekt, das die UNO sein sollte, scheint nur wenig übrig geblieben zu sein. 60 Jahre nach ihrer Gründung ist Kritik die vorherrschende Reaktion, wenn die Rede auf die Aktivitäten dieser Organisation kommt. Kritik an ihrer bürokratischen Schwerfälligkeit, an der Ineffizienz ihrer Arbeit, an der fehlenden demokratischen Legitimation ihrer Entscheidungen. Weiter denn je ist die UNO heute in den Augen vieler davon entfernt, für eine von gemeinsamen Werten getragene Weltinnenpolitik zu stehen.

Über dieses große Ziel wird jedoch oft vergessen, was die UNO namentlich auf dem Gebiet des Völkerrechts und der weltweiten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenarbeit bereits erreicht hat. Andererseits aber schärft die Kritik den Blick für Fehler und Missstände und wirft die Frage auf, was die UNO im Spannungsfeld von Nord und Süd, von multilateraler Sicherheitspolitik und unilateralen Machtinteressen zu leisten vermag und auch leisten muss, wenn sie mehr sein will als ein Akteur am Rande, nur widerstrebend und mit Einschränkungen geduldet. " (Gerd Hankel, Die UNO. Idee und Wirklichkeit, 2006)

Auf der Veranstaltung möchten wir diskutieren, wie die UNO mit den Problemen und Konflikten der Menschen, der Völker oder der Staaten umging und umgeht. Und wir wollen über die künftigen Perspektiven für die Zukunft diskutieren, in der die Menschenrechte, Demokratie und Frieden in der ganzen Welt und für Alle umgesetzt werden.

Gerd Hankel ist Jurist und Sprachwissenschaftler und seit 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur.

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Lesung und Diskussion

Porträts ehemaliger Zwangsarbeiter in Köln
 

Freitag, 13. Februar 2009, 19.30 Uhr

"Den Dom durften wir nie betreten" - Porträts ehemaliger Zwangsarbeiter in Köln

Sabine Würich und Ursula Reuter, Projektgruppe Messelager
Dr. Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums
Dr. Karola Fings, Stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums

In Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und der Projektgruppe Messelager im Verein EL-DEHaus e.V.

Ganz frisch ist im Kölner Emons Verlag ein Buch erschienen, das wir mit einer Diaprojektion und Lesung vorstellen wollen. Es versammelt eindrucksvolle Porträts, die die in Köln und Berlin lebende Photokünstlerin Sabine Würich von Gästen des Kölner Besuchsprogramms für ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge angefertigt hat, und die um biographische Notizen und Interviewauszüge ergänzt sind. Die Porträtierten erzählen nicht nur über ihre Zeit in Köln, sondern auch über ihr Leben vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir hören von der Hungersnot in der Ukraine, der stalinistischen Repression, dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, den Verwüstungen ihrer Heimatorte, den Morden an der Zivilbevölkerung und dem Holocaust. Wir erfahren auch etwas über die Diskriminierung von "Ostarbeitern" in der Sowjetunion nach 1945 und den mühsamen Kampf um Anerkennung und Entschädigung. Mit der Lebenserfahrung dieser Menschen, die unter der deutschen Besatzung unermesslich großes Leid erfuhren, lernen wir in einer europäischen Perspektive viel über das 20. Jahrhundert und seine Nachwirkungen.

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Buchvorstellung, Film und Diskussion

Aus ihren Dörfern Vertriebene in Chiapas

Foto: E.Verdugo

 

Donnerstag, 26. Februar 2009, 20.00 Uhr

Naturschutz, Naturzerstörung und Biopiraterie - Naturschutz und Profit am Beispiel Chiapas

Klaus Pedersen, promovierter Landwirt und Gründungsmitglied der BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie

Schutzgebiete, Nationalparks und Biosphärenreservate beanspruchen inzwischen knapp 13% der globalen Landfläche. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen keineswegs um "unberührte Natur". Allein in Afrika wurden etwa 14 Millionen Menschen vertrieben oder zwangsumgesiedelt, um Platz für Naturschutzgebiete zu schaffen.

Naturschutzgebiete im Süden werden vor allem geschaffen, um hier im Norden keine gesellschaftlichen Veränderungen vornehmen zu müssen. Sie sind globale Ausgleichsflächen für naturzerstörerisches kapitalistisches Wirtschaften. Zugleich wird versucht, Pharma- und Biotechnologiekonzernen mit "Naturschutz" ein Stück des schwindenden Kuchens für später zu reservieren, wobei mit Hilfe von legalisierter Biopiraterie ein Teil der Naturschutzkosten gedeckt werden soll.

Eine Veranstaltung der Mexiko-Initiative Köln/Bonn und der Ya-Basta-Gruppe Köln in Kooperation mit dem Allerweltshaus

 
 
 

 

Matinee

"Afrika interpretieren"
   

Sonntag, 1. März 2009, 11:00 Uhr

Literaturen im Kongo

Dr. Almut Seiler-Dietrich, Literaturwissenschaftlerin

Almut Seiler-Dietrich stellt Autoren aus der Demokratischen Republik Kongo vor und beleuchtet die unterschiedlichen literarischen Strömungen, die sich im Wechsel der Zeiten und politischen Systeme herausbildeten: unter der belgischen Kolonialherrschaft, während der Kämpfe nach der Unabhängigkeitserklärung, unter der Diktatur Mobutus bis in die Gegenwart. Diese Erfahrungen bilden den Hintergrund der Erzählung "Auch wir sind schmutzige Flüsse" des bekantesten Autors der Demokratischen Republik Kongo, Valentin Yves Mudimbe.

Auf der anderen Seite des Kongo-Flusses liegt die Volksrepublik Kongo - einst französische Kolonie -, die ebenfalls Heimat großer Autoren ist. Zu ihnen gehören Tchicaya U Tam'si, Henri Lopez und Sony Labou Tansi. Der mit internationen Preisen ausgezeichnete Erstling von Wilfried N'Sondé "Das Herz des Leoparden" erschien im letzten Jahr auf Deutsch. Es ist ein Roman, der einer neuen Generation afrikanischer Migranten mit ihren Erfahrungen eine Stimme gibt.

Die Matinee findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Stimmen Afrikas" in Kooperation mit dem Deutsch-Afrikanischen Zentrum Bonn statt und kostet 5,- bzw. 3,- Eintritt.

 
 

 

Lesung und Diskussion

Das Tahiti-Projekt
   

Allerweltshaus-Matinee
Sonntag, 15. März 2009, 12:00 Uhr

Das Tahiti-Projekt

Dirk C. Fleck, Autor, Dt. Science-Fiction-Preisträger 1994

"Das Tahiti-Projekt ist ein äusserst realistischer, kluger und brillant geschriebener Zukunftsroman. Er zeigt die Konflikte zwischen multinationalen Grosskonzernen, ihrer blindwütigen Profitstrategie und einem um seine elementarsten Rechte kämpfenden Land im Pazifik. Es ist ein Buch der Hoffnung: internationale Solidarität und Widerstand sind der Atem des Buches." (Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und das Recht auf Nahrung)

 
 

 

Vortrag und Diskussion

Takustraße in Ehrenfeld
   

Donnerstag, 19. März 2009, 20:00 Uhr

Koloniale Straßennamen in Ehrenfeld

Ralf Berger, langjähriges Vorstandsmitglied des Allerweltshaus Köln e.V.

Wir haben in unserer Veranstaltungsreihe "Geschichten und Geschichte" eine Reihe historischer Ereignisse thematisiert, die bis in die heutige Zeit ausstrahlen. Am 19.3. wollen wir uns mit den Straßennamen im Stadtteil Ehrenfeld auseinandersetzen. Dabei werden wir einige Stationen der Stadtteilentwicklung kennen lernen, die Einwanderungsgeschichte Ehrenfelds, besonders aber den deutschen Kolonialismus vor dem Ersten Weltkrieg, der mit einer öffentlichen Mobilisierung einherging und von Propagandavereinen, wie dem deutschen Marineverbänden, begleitet wurde. Dies schlug sich auch in der Benennung einiger Ehrenfelder Straßen nieder. Anhand dieser Straßennamen wollen wir uns die Niederschlagung des Boxeraufstandes in China und die Kolonialpolitik im südlichen Afrika vor Augen führen und einen Stadtteilrundgang in den folgenden Tagen terminieren.

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Vortrag und Diskussion

Gedenkstätte zum Genozid an den Armeniern
   

Freitag, 17. April 2009, 20:00 Uhr

Der Genozid an den Armeniern 1915 und die heutige Türkei

Hüseyin Erdem, Schriftsteller und Drehbuchautor (angefragt)
Dogan Akhanli, Schriftsteller
Ayse Tekin, Redakteurin

Am 6. September letztes Jahr fand ein WM Qualifizierungsspiel zwischen Armenien und der Türkei statt. Der armenische Staatspräsident Sersch Sarkissjan hatte aus diesem Anlass den türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül nach Armenien eingeladen, dieser nahm die Einladung an. In der über 80-jährigen Geschichte der Türkischen Republik ist dies das erste Mal, dass der Staatspräsident der Türkei Armenien besucht. Das nächste Spiel zwischen den beiden Ländern wird am 14. Oktober 2009 stattfinden, diesmal in der Türkei, zu dem Gül nun seinerseits seinen armeinischen Amtskollegen eingeladen hat.

In der Zeit nach diesem historischen Fußballspiel kam es zu einem öffentlichen Aufruf einer Gruppe türkischer Intellektueller. In dem Aufruf fordern sie ihre türkischen Landsleute dazu auf, offen zu diskutieren und sich für die Verbrechen an der armenischen Bevölkerung zu entschuldigen:

"Ich kann es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, dass die von den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 erlittene große Katastrophe geleugnet und mit ihr so unsensibel umgegangen wird. Ich weise diese Ungerechtigkeit zurück und teile die Schmerzen meiner armenischen Schwestern und Brüder. Ich entschuldige mich bei ihnen."

Die Unterschriftenkampagne wird im Februar 2009 bereits von etwa 30.000 Menschen unterstützt.

Während der Verfolgungen der armenischen Bevölkerung durch die osmanische Regierung kamen ab 1915 mehrere Hunderttausend Menschen ums Leben. Obwohl viele Historiker den Tatbestand des Völkermordes als erwiesen ansehen, begründet die türkische Geschichtsschreibung die Vernichtungsaktion immer noch mit den damaligen armenischen Aufständen.

Diese beiden Ereignisse haben in der Türkei und auch in vielen anderen Ländern für viel Aufmerksamkeit gesorgt, die Diskussionen um den Genozid an den Armeniern wieder belebt, lösten aber auch eine Reihe von Protesten aus. Sowohl der Besuch des türkischen Staatspräsidenten in Armenien als auch der Aufruf wurden von nationalistischen Kreisen der Türkei als Verrat bezeichnet.

Auf unserem Vortragsabend wollen wir einen Einblick in den derzeitigen Stand der Diskussionen über den Genozid in der Türkei geben.

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Theateraufführung

Achtung: Veranstaltung an anderem Ort!

Chindu

   

Dienstag, 5. Mai 2009, 20:00 Uhr

CHINDU - Theater aus Indien

Arkadas Theater, Platenstr. 32, 50825 Köln
Tel: 0221 - 130 67 330 Fax: 0221 - 955 95 12
Eintritt: 10 / 8 €

CHINDU - der Name dieser Theatergruppe bedeutet in der indischen Telugu-Sprache "Tanzschritt" und bezeichnet die spezifische traditionelle Verbindung von Liedern, Musik und Tanz, die auch die Aufführungen der Gruppe prägt. Gleichzeitig steht CHINDU auch für die "Unter-Kaste" ("jati") einer bestimmten Gruppe von "Unberührbaren", deren Pflicht es ist, bei besonderen Anlässen (Hochzeiten, Beerdigungen) kostenlos Musik für die ganze Bevölkerung zu machen. Trotzdem sind sie verachtet und werden diskriminiert, weil sie ihre Musik mit Trommeln aus Tierhäuten machen - ein Material, das "höherkastige" Hindus unter keinen Umständen anfassen würden. Alle Tätigkeiten, die mit Tod, abgestorbenem Material, Blut und Schmutz zu tun haben, werden den "Unberührbaren" aufgezwungen, weil sie als unrein angesehen werden. Und so wurden die Dalits selbst die "Unreinen", die "Unberührbaren", die man meiden muss und die ausgegrenzt werden. Sie können sich bisher nicht dagegen wehren - zu stark sind die Kräfte der Tradition und Konvention.
Es sind die stampfenden Schritte der Füße, welche die Musik der Trommeln ergänzen und den Rhythmus liefern. Die dazu gesungenen Lieder sind zwar in ihren Melodien weitgehend traditionell, die Texte nehmen aber den erst in den letzten Jahrzehnten entstandenen Befreiungswillen der Dalits auf und sprechen von den erlittenen Diskriminierungen und Demütigungen, von Unterdrückung und Ausbeutung. Die Gruppe hat damit die Vision entwickelt, die traditionellen kulturellen Ausdrucksformen der Dalits aus der Sphäre von Zwang und Unterjochung herauszuholen und sie zu einer eigenen Kraft der Vitalität, Befreiung, und Rückgewinnung ihres Selbstwertgefühls und ihrer Würde umzuformen. Es ist die Vision der Gleichheit in einer Gesellschaft, in der auch für die "Unberührbaren" die Menschenrechte gesichert sind und in der sie als vollwertige Mitglieder ein Leben in Freiheit und Würde verwirklichen können. Die Gruppe hat aber auch moderne Formen des Straßentheaters aufgenommen, bei dem mit einfachsten Hilfsmitteln und nur wenig Text die alltäglichen Erfahrungen in verdichteter Form vergegenwärtigt, mit Witz und Humor verfremdet und damit als veränderbar dargestellt werden. So werden die Ziele und Visionen der Organisation in einer allgemein verständlichen Weise kommuniziert - unterstützt durch die subversive Kraft des Lachens.

CHINDU ist anlässlich 50 Jahre "Brot für die Welt" auf Einladung des Allerweltshausen in der Woche vom 04. bis 09. Mai in Köln. Außer der Veranstaltung im Arkadas Theater wird die Theatergruppe Bildungsveranstaltungen in Schulen und einige kurze Straßenaktionen durchführen.

 
 

 

Lesung und Gespräch

Fiston Nasser Mwanza
 

Sonntag, 10. Mai 2009, 12:00 Uhr

Stimmen Afrikas: Fiston Nasser Mwanza

Fiston Nasser Mwanza, Autor
Dr. Almut Seiler-Dietrich, Literaturwissenschaftlerin

Eintritt: 5 / 3 €

Am Gedenktag der Bücherverbrennung möchte das Allerweltshaus Literatur vorstellen, die eher außerhalb unseres Gesichtskreises liegt und unter für uns schwer vorstellbaren Bedingungen entsteht.

Der Nachwuchsautor Fiston Nasser Mwanza (*1981) aus der Demokratischen Republik Kongo schreibt Gedichte, Theaterstücke und kurze Prosa-Texte. Zurzeit ist er Stipendiat des Heinrich-Böll-Hauses Langenbroich bei Köln. Seine Texte - vital, schelmenhaft und barock - nähren sich aus den politischen Turbulenzen seines Landes seit dem Erlangen der Unabhängigkeit. 32 Jahre Diktatur, 16 Jahre des Übergangs, mehr als 65 politische Parteien, Spaltungen und Befreiungskriege prägen das kulturelle Klima und das literarische Leben des Landes. Es gibt kaum Publikationsmöglichkeiten. Die Realität des Großstadtdschungels aus Gewalt, Verwahrlosung und dem zaghaften Fragen nach einer Zuflucht, das sind Stoffe, die der begabte junge Autor literarisch verarbeitet.

Im Allerweltshaus werden einige seiner Texte in deutscher Übersetzung vorgestellt. Im Gespräch mit Dr. Almut Seiler Dietrich, einer Expertin kongolesischer Literatur, wird Fiston Nasser Mwanza zudem über das Leben und Arbeiten in seiner Heimat erzählen.

Mwanza studierte angewandte Pädagogik, Geisteswissenschaften und Humanwissenschaften. 2001 erhielt er den Prix de poésie für "Regard Catangais sur la Francophonie", 2002 den Prix de la nouvelle für "Entre les bras du fleuve Congo" und 2005 den Prix Mwangaza für sein Gedicht "Femme - Calebasse".

Eine Veranstaltung des "Allerweltshaus Köln" in Kooperation mit dem"Deutsch Afrikanischen Zentrum" Bonn und der "Heinrich-Böll-Stiftung"

 
 

 

Vortrag und Diskussion

Symbol der Einigkeit der säkularen Gegner des Fundamentalismus
 

Donnerstag, 14. Mai 2009, 20:00 Uhr

Rechte Hindu-Fundamentalisten machen mobil

Gerhard Klas, freier Journalist und Mitglied des Rheinischen JournalistInnen Büro.

Seit einigen Jahren häufen sich Bombenanschläge in Indien. Ziele der Anschläge waren Marktplätze, Bahnhöfe, Sufi-Schreine, hinduistische Tempel und muslimische Stadtteile. Für die meisten Anschläge werden islamistische Terrorgruppen verantwortlich gemacht. Andererseits betreiben rechte Hindu-Fundamentalisten eine unerbittliche Politik gegenüber Minderheiten. Sie grenzen aus, vertreiben, foltern und morden. Die meisten der mehr als 140 Millionen Muslime in Indien hängen liberalen Traditionen an. Aber Hindu-Fundamentalisten und deren politischer Arm, die Indische Volkspartei BJP, fühlen sich bedroht. "Indien den Hindus", heißt ihre Parole. BJP-nahe Organisationen schlachteten 2002 innerhalb weniger Tage mehr als 2000 Muslime im Bundesstaat Gujarat ab. Die bekannten Täter und Rädelsführer blieben unbehelligt, eine Wiedergutmachung für die Opfer steht bis heute aus. "Nicht alle Muslime sind Terroristen", so der BJP-Spitzenpolitiker und Ministerpräsident von Gujarat, Narendra Modi, "aber alle Terroristen sind Muslime". Im Mai 2009 wird in Indien, der weltweit größten Demokratie, eine neue Regierung gewählt. Die BJP wird mit der Indischen Kongresspartei um die Macht in Neu Delhi ringen.

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Solidaritätsveranstaltung in Kooperation mit eduCat

Protestierende in Ni'ilin
 

Samstag, 23. Mai 2009, 20:00 Uhr

"Anarchists Against the Wall" brauchen Unterstützung!

In den letzten Jahren hat die Gruppe "Anarchists Against the Wall" den friedlichen palästinensischen Kampf gegen die israelische Besatzung und besonders gegen die israelische Trennmauer unterstützt. Woche für Woche nehmen "Anarchists Against the Wall" an friedlichen Widerstandsaktionen der palästinensischen Bevölkerung in verschiedenen Teilen der Westbank teil. Immer wieder werden AktivistInnen verhaftet und verurteilt.

Die TrägerInnen der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2008 berichten über ihre Arbeit und laden zur Diskussion ein.

www.awalls.org

 
 

 

Vortrag und Diskussion

Benposta Kolumbien
 

Dienstag, 26. Mai 2009, 19:30 Uhr

Die Kinder von Benposta

José Luis Campo, Leiter von Benposta Kolumbien
Ruth Kadalie, Soziologin

Vor über 50 Jahren in Spanien entstanden, sind Benposta-Gemeinschaften heute hauptsächlich in Lateinamerika anzutreffen. Kinder, die sonst nicht die Möglichkeit dazu hätten, können hier einen Schulabschluss erwerben. Sie leben in großen Gruppen zusammen, praktizieren Formen der Selbstverwaltung und können sich durch die selbstbestimmte Mitarbeit in Projekten (Landwirtschaft, Handwerk, Zirkus) weiterentwickeln.

José Luis Campo spricht über seine Arbeit im vom Bürgerkrieg zerissenen Kolumbien. Ruth Kadalie stellt den reformpädagogischen Ansatz von Benposta dar und berichtet über ähnliche Projekte mit Aids-Waisen in Südafrika.

Der Abend verspricht eine interessante Auseinandersetzung mit der Realität von Kindern in Kolumbien und Südafrika und wieder aktuellen reformpädagogischen Ansätzen.

 
 

 

Vortrag und Diskussion

Krishnammal Jagannathan
 

Mittwoch, 27. Mai 2009, 20:00 Uhr

"Land für Landlose"
Veranstaltung mit Krishnammal Jagannathan, Trägerin des Alternativen Nobelpreises 2008

Krishnammal Jagannathan kommt auf Einladung der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW) nach Deutschland. Die Inderin wird über ihr Lebenswerk und die Arbeit der Nichtregierungsorganisation LAFTI berichten.

Krishnammal Jagannathan und ihr Ehemann Sankaralingam Jagannathan setzen sich seit 1950 für die Überwindung von Hunger und ländlicher Armut von Dalits ("Kastenlosen") ein. 1981 gründeten sie die Nichtregierungsorganisation LAFTI (Land for the Tillers' Freedom, zu deutsch: Land für die Freiheit der Ackerleute), um Landlosen im indischen Bundesstaat Tamil Nadu Ackerland zur gemeinschaftlichen Bearbeitung zugänglich zu machen. Seit der Gründung hat LAFTI rund 5.400 Hektar Land gekauft und an über 13.000 landlose Familien verteilt. Im fruchtbaren Delta des Kaveri-Flusses sind 0,4 Hektar ausreichend, um die Ernährung einer Familie zu sichern und zusätzlich kleine Überschüsse für den Verkauf zu erzielen. Außer landwirtschaftlichen Aktivitäten fördert LAFTI dörfliches Handwerk sowie die Ausbildung von Dalit-Kindern. Aktuell profitieren 5.000 Familien von einem partizipativen umweltverträglichen Hausbauprojekt.

Am 8.12.2008 wurde das Ehepaar Jagannathan für sein Lebenswerk in Stockholm mit dem "Right Livelihood Award" – dem Alternativen Nobelpreis – geehrt. Im Mai besucht die 82-jährige Krishnammal Jagannathan erstmals Deutschland. Die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. fördert die Arbeit der Jagannathans seit 1968, zuletzt die von LAFTI durchgeführten Tsunami-Rehabilitationsarbeiten. Die aktuelle Kooperation zwischen LAFTI und der ASW unterstützt den Widerstand der Dalit-Familien gegen industrielle Shrimps-Farmen, die zu massiver Versalzung des verteilten Ackerlandes führen.

Gleichzeitig wird die ASW-Ausstellung "Genug für alle - Nahrung ist ein Menschenrecht!" gezeigt.

 
 

 

Ausstellungseröffnung

Entwicklung ist für alle da
 

Donnerstag, 28. Mai 2009, 19:00 Uhr

Entwicklung ist für alle da!
Menschenrechte umsetzen – inklusive  Entwicklung gestalten

Menschen mit Behinderung erhalten in der Entwicklungspolitik immer noch nicht die Beachtung, die notwendig wäre, um ihre Lebensbedingungen in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern.

Mit der Ausstellung wird darüber informiert, dass mit der UN-Konvention Menschen mit Behinderung, ein Recht auf gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe haben. Desweiteren wird deutlich gemacht, dass Menschen mit Behinderung bei der Erreichung der internationalen Entwicklungsziele und der Bekämpfung der Armut gleichermaßen zu berücksichtigen sind. Die Ausstellung zeigt konkrete Umsetzungen.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Juni montags bis freitags zwischen 10 und 20 h zu sehen.

Eine Kooperation von Allerweltshaus, bezev e.V. und Tafungua e.V.

www.bezev.de

www.tafungua.de

 
 
 

 

Buchvorstellung

Achtung: Veranstaltung an anderem Ort!

   

Mittwoch, 3. Juni 2009, 19:30 Uhr

Die Türkei, die Juden und der Holocaust

Friedensbildungswerk, Obenmarspforten 7-11 (Nähe Rathaus)

Corry Guttstadt, Buchautorin

Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts stellten die etwa 400.000 Juden des Osmanischen Reiches weltweit eine der größten und blühendsten Gemeinden. Die Kriege zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie der forcierte Nationalismus der neu entstehenden Nationalstaaten trieben viele von ihnen in die Emigration. In der Zwischenkriegszeit lebten 20 bis 30.000 Juden türkischer Herkunft in verschiedenen europäischen Metropolen, wo sie eigene sephardische Gemeinden gründeten. Viele ihrer Mitglieder wurden während des Nationalsozialismus Opfer der Judenverfolgung, obwohl sie als Angehörige eines neutralen Staates speziellen Bedingungen unterlagen.

Die Politik der Türkei in dieser Periode war widersprüchlich: Einerseits wurde verfolgten deutsch-jüdischen Wissenschaftlern und Künstlern Exil gewährt, andererseits gab es kaum Bemühungen, die eigenen im NS-Machtbereich befindlichen jüdischen Staatsbürger zu retten. Im Land selbst wurden Juden durch eine Sondersteuer faktisch ihres Besitzes beraubt. Nach 1948 emigrierte die Mehrheit der verbliebenen Juden in den neu gegründeten Staat Israel.

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage Köln e.V. in Kooperation mit der BUNT-Buchhandlung, dem Allerweltshaus Köln e.V. und dem Kölner Friedensbildungswerk

Das Buch von Corry Guttstadt ist im September 2008 bei Assoziation A erschienen und kostet 26 €, ISBN 978-3-935936-49-1.

 
 

 

Vortrag und Diskussion

Denkmal der Abraham-Lincoln-Brigade in San Francisco
   

Freitag, 19. Juni 2009, 20:00 Uhr

Die Abraham Lincoln Brigade im Spanischen Bürgerkrieg und danach

Referentin: Teresa Huhle

"No men ever entered earth more honorably than those who died in Spain" - mit diesen Worten beendete Ernest Hemingway eine Hommage an die US-AmerikanerInnen, die im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) im Kampf gegen Franco, Hitler und Mussolini ihr Leben ließen.
Ca. 2800 junge Amerikaner und Amerikanerinnen machten Ende der 1930er Jahre die Reise über den Atlantik, um in den Internationalen Brigaden der republikanischen Armee zu kämpfen; ungefähr die Hälfte kehrte nicht zurück. Die Männer und Frauen waren zum größten Teil Mitglieder der Kommunistischen Partei der USA und in den Jahren der "Great Depression" in Gewerkschaftskämpfen in den amerikanischen Metropolen politisch aktiv geworden. Die meisten hatten europäische und jüdische Wurzeln, doch unter den Freiwilligen waren auch über 80 AfroamerikanerInnen – in der Lincoln Brigade kommandierten schwarze Amerikaner Weiße, zehn Jahre bevor in der US-Armee die Segregation aufgehoben wurde.
Nach ihrer Rückkehr in die USA wurden die Lincoln-Veteranen Opfer der antikommunistischen Hetzjagd des McCarthyismus, doch für die entstehende Neue Linke in den USA waren und sind die "Lincolns" Helden und die Erinnerung an ihren antifaschistischen Idealismus wird bis heute geehrt.

Teresa Huhle hat soeben ihr Studium der Regionalwissenschaften Lateinamerika beendet und ihre Diplomarbeit über ein 2008 in San Francisco errichtetes Denkmal für die Abraham Lincoln Brigade geschrieben.

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Vortrag und Diskussion

Denis Goldberg

Mittwoch, 24. Juni 2009, 20:00 Uhr

Stimmen Afrikas: "Ein besseres Leben für alle!"

Eintritt: 5 / 3 €

Denis Goldberg ist durch zahlreichen Lesungen vor Erwachsenem und Jugendlichen in Schulen, Kirchen und Vereinen in Deutschland, vor allem in NRW bekannt. Dabei hat sich immer wieder gezeigt, dass er in einzigartiger Weise Werte und Einsichten zu vermitteln hat, die gerade auch jungen Menschen Orientierung und Motivation zu politischem Handeln geben können.

Goldberg, Jahrgang 1933, wurde gemeinsam mit Nelson Mandela wegen Hochverrats zu lebenslänglicher Haft verurteilt, gerade mal 31 Jahre jung. Er war Mitglied der südafrikanischen Befreiungsbewegung African National Congress, ANC, und später Techniker des von Nelson Mandela gegründeten bewaffneten Flügels des ANC, "Speer der Nation". Denis Goldberg musste als einziger Weißer lange Zeit alleine im Zentralgefängnis von Pretoria verbringen. Während seiner Haft erwarb der Bauingenieur weitere Studienabschlüsse an der südafrikanischen Fernuniversität, darunter in Öffentlicher Verwaltung, Geschichte, Geographie und Bibliothekswesen.
Denis Goldberg war der erste, der 1985 nach 22 Jahren aus der Haft entlassen und zu seiner Familie ins Londoner Exil abgeschoben wurde. Ungebrochen setzte er sich weiter für die Abschaffung der Apartheid ein. Er vertrat den ANC auf vielen internationalen Tagungen und Konferenzen in Westeuropa und den USA und bei der UNO.
Er gründete 1995 in London die Hilfsorganisation Community H.E.A.R.T. (Health, Education and Reconstruction Training), die auch einen deutschen Zweig in Essen bei Exile e.V. hat. Die Organisation unterstützt kommunale Selbsthilfeprojekte in den Bereichen Gesundheits-, Bildungs- und Wiederaufbau-Training in schwarzen Townships. 2002 kehrte Denis Goldberg nach Südafrika zurück und arbeitete mehrere Jahre als Berater im Ministerium für Wasserangelegenheiten und Forstwirtschaft. Derzeit arbeitet er an seiner Autobiografie.

 
 

 

Buchvorstellung und Diskussion

Die Ökolüge

Donnerstag, 25. Juni 2009, 19:30 Uhr

Die Ökolüge

Stefan Kreutzberger, Buchautor

Immer mehr Verbraucher kaufen Bio- und Ökoprodukte. Doch nicht alles, was unter "Bio" produziert und vermarktet wird, ist es wirklich. So garantieren Ökosiegel, Sozialzertifikate und Selbstverpflichtungen der Wirtschaft oft nur die Einhaltung von Minimalstandards. Für Verbraucher ist die Vielzahl der Prüfsiegel wenig transparent und nicht nachprüfbar. Höchste Zeit, aus dem schönen Ökotraum aufzuwachen.

 
 

 

Ausstellungseröffnung

Sonntag, 28. Juni 2009, 16:00 Uhr

Ausstellung "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen"

Mahamoda Yassin lädt ein zur Vernissage mit eritreischem Essen und Kaffee-Zeremonie.

Die Ausstellung kann bis zum 15. Juli montags bis freitags zwischen 10 und 20 Uhr besichtigt werden.

 
 
 
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